Fundstücke KW 42

Noch einmal #Hastings950: Bericht mit Video über die Nachstellung der Schlacht von Hastings am 14. Oktober 1066 im schweizer Tagesanzeiger.

Schlagzeilen aus der Regensburger Museumsszene sind in letzter Zeit eher negativ: Nach Streitigkeiten um die Ausschreibung einer Stelle als Museumsdirektor/in stellt sich nun ein angeblicher Sensationsfund, ein bislang unbekanntes Werk von Albrecht Dürer, als sensationeller Unfug heraus, wie die Süddeutsche vermeldet.

Positives hingegen aus Nürnberg, wo im Rahmen der großen bayerisch-tschechischen Landesausstellung zu Karl IV. eine „Erlebnisinstallation“ eröffnet wurde. Details hat wiederum die Süddeutsche.
Zur Eröffnung der Schau die Meldung des Germanischen Nationalmuseums (mit Dank an Herrn Jablonski für den Hinweis) und ein Bericht in (noch einmal) der Süddeutschen.

Die Deutschen und das Germanentum – ein nicht enden wollendes Thema. Argumente gegen den Abstammungsmythos hat die Seite „Geschichtscheck“ kurz & bündig zusammengefasst.

Auf der Seite der Zeitschrift Miroque widmet sich Doris Schweitzer dem Kloster Lorsch, das übrigens nicht nur wegen des Archäologischen Freilichtlabors Lauresham einen Asflug wert ist!

Geisteswissenschaften in der Krise – ich weiß gar nicht, ob ich hier ein Frage- oder Ausrufezeichen setzen soll … Für Die Zeit hat sich Anna-Lena Scholz auf den großen Kongressen von Historikern, Germanisten und Soziologen umgehört und 10 Thesen aufgestellt, die durchaus beachtens- und diskussionswürdig erscheinen.

Die DGuF hat die Retro-Digitalisierung ihrer Zeitschrift „Archäologische Informationen“ abgeschlossen. 80% aller seit Ausgabe 1/1972 erschienenen Beiträge sind ab sofort online über die UB Heidelberg kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich.

Auf Das Mittelalter – Der Blog begann Daniel Ossenkop diese Woche eine dreiteilige Reihe zur erfolgreichen Verteidigung einer Stadt im Mittelalter.

Ein Soldat, ein Feuerwehrmann und ein Ritter des 15. Jahrhunderts treten mit jeweils vollständiger „Kampfausrüstung“ in einem Hindernislauf gegeneinander an: Über das Projekt „Obstacle Run in Armour“ des schweizer Historikers Daniel Jaquet hatte ich in der Vergangenheit wiederholt berichtet. Nun ist der fertige Film auf Youtube zu bewundern:

2 Gedanken zu „Fundstücke KW 42

    • Im 11. Jahrhundert wurden noch große Tropfen- oder Dreiecksschilde getragen, d.h. die verwendeten Schwerter wurden einhändig geführt, verfügten über eine sehr kurze Parierstange und dienten vorwiegend zum Hieb, weniger zum Stich. Daher waren die Klingen noch weitgehend parallel und endeten in einer recht breiten Spitze.
      Allerdings waren Parier und Knauf wohl überwiegend nicht mehr aus mehreren Elementen verschiedener Materialien (Bronze, Holz, Bein etc.) zusammengesetzt, wie bei wikingerzeitlichen und früheren Exemplaren, sondern aus Eisen geschmiedet. Details zur Entwicklung z.B. in E. Oakshott, Records of the Medieval Sword, oder T. Laible, Das Schwert. Mythos und Wirklichkeit.

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