Fundstücke KW 40

Markus Junkelmann ist ein Pionier der experimentellen Archäologie und der Geschichtsdarstellung in Deutschland. Im Interview mit Hiltibold kritisiert er u.a. die zunehmene Kommerzialisierung, Billig-Reenactments und „junk-living history„.

Nahe der Elbmündung haben Archäologen eine bislang unbekannte Siedlung mit Hafenanlage ausgegraben, die ab dem 1. Jahrhundert in Benutzung gewesen sind und nach dem Jahr 1000 allmählich dem Verfall preisgegeben wurden. Meldung im Spiegel.

„Es gilt, den unzeitgemäßen Graben zwischen den mediävistischen Fächern Geschichtswissenschaft und Germanistik zu überbrücken.“

In diesem und manchen anderen Punkten kann ich Klaus Grafs „Thesen zur sprachlichen Bildung in Wissenschaft, Hochschule und Archivwesen“ nur zustimmen. Ein verstärkte Vermittlung des Mittelhoch- und -niederdeutschen im Rahmen des Studiums mittelalterlicher Geschichte wäre absolut zu begrüßen – allerdings nicht auf Kosten des Lateinischen, das m.E. für das Verständnis der Epoche weitaus wichtiger ist.

In Ellwangen fand am Wochenende das 3. Alamannen-Forum statt, worüber Die Schwäbische berichtet.

Wo sich in früheren Zeiten bedeutende Handelswege befanden, liegen heute oft Autobahnen, z.B. die A6 und A93. An deren Kreuz bei Iffelsheim siedelten im frühen Mittelalter Slawen, deren Hinterlassenschaften nun archäologisch untersucht werden. Die Mittelbayerische schreibt über das Ende der 7. Grabungskampagne.

Das Mittelalter-Blog informiert über aktuelle und bevorstehende Veränderungen, u.a. Maßnahmen, um die Plattform als wissenschaftlichen Publikationsort zu stärken.

Ein „Stichtag“ des WDR widmete sich am 23. September dem Wormser Konkordat von 1122.

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