Der „Brückenheilige“ Johannes von Nepomuk, ein böhmischer Märtyrer

Man begegnet ihm allenthalben, vor allem auf Brücken, aber auch auf Altären, an Hauswänden, an Wegen und gelegentlich sogar auf Gegenständen des Alltags. Meist trägt er die Kleidung des Kanonikers – Soutane und Birett -, den Palmzweig des Märtyrers und ein Kreuz in der Armbeuge. Sein Nimbus wird gelegentlich von fünf Sternen geziert. Doch wer ist dieser Schutzpatron der Brücken und Wege, der Bewahrer vor Hochwasser und dem Tod durch Ertrinken, zugleich Hüter des Beichtsiegels und einer der Landespatrone Böhmens? Weiterlesen

Fundstücke KW 12

„Das Archäologische Museum Hamburg hat die Geschichte der Hammaburg und die Anfänge der Hansestadt gründlich erforscht und neu bewertet. Die spannenden Forschungsergebnisse sollen künftig vor Ort im Herzen der Stadt erlebbar gemacht werden. Zusammen mit der HCU Hamburg beschreiten wir neue Wege des kulturellen Storytellings und testen aus, wie Archäologie und Geschichte digital und smart Besucher und Passanten faszinieren können“.

Das sagt Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg (AMH), über ein neues Kooperationsprojekt seines Museums mit der HafenCity Universität (HCU) und weiteren Partnern zur „Wiederbelebung“ des Domplatzes, des Standorts der frühmittelalterlichen Hammaborg, wie im Blog des AMH zu lesen ist. Weiterlesen

Fundstücke KW 10

Auf Spiegel Online gibt es einen (leider kostenpflichtigen) Artikel von Matthias Schulz über die Assassinen und ihre „Todesliste“ zur Zeit der Kreuzzüge.

Aus Geldmangel wird eine frühmittelalterliche Burgruine mit möglicher Höhensiedlung in Lippe trotz vielversprechender Funde nicht weiter ergraben – das ist die Kernaussage dieser Meldung des WDR, auch wenn deren Titel etwas anderes suggeriert. Weiterlesen

Fundstücke KW 9

„Zwei Jahre wissenschaftliche Arbeit auf Hartz-IV-Niveau, ohne Krankenversicherung oder Beiträge in der Rentenkasse.“

Ein solch eigentlich skandalöses Stellenangebot wie das der Landesarchäologie Hessen ist leider für unzählige Kultur-, Geistes- oder Gesellschaftswissenschaftler in Deutschland traurige Realität. Und von einer Befristung auf zwei Jahre können viele wissenschaftliche Hilfskräfte und manche Akademiker des Mittelbaus sogar nur träumen … Der Spiegel schreibt über die alltägliche Ausbeutung von Doktoranden. Die DGUF kritisiert die Stellenausschreibung der Landesarchäologie Hessen.
(Siehe auch die Beiträge in den Fundstücken KW 7-8.)

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Fundstücke KW 7-8

[Dank eines wirklich fiesen Virusinfekts heute die extradicke Zwei-Wochen-Ausgabe …]

Das Schweizer Fernsehen sucht für eine Art historische Doku-Soap namens „Leben wie vor 500 Jahren“ Bauern und Pilger, die einige Zeit unter Beobachtung auf einer Burg leben wollen.

Das Max Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte untersucht, mit welchen Medien die spanische Krone ihre Herrschaft in Südamerika zu festigen versuchte. Weiterlesen

Fundstücke KW 6

Auf der Website der Zeitschrift „Miroque“ schreibt Doris Schweitzer über die archäologischen Forschungen und das „archäologische Freilichtlabor“ in Lorsch.

Mussen im „Ländle“ – nicht immer ein erfreuliches Thema. Den vergangene Woche erwähnten Forderungen der SPD nach freiem Eintritt in öffentlichen Museen hat MInisterpräsident Kretschmann nun eine Absage erteilt, wie die Südwestpresse meldet.

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Fundstücke KW 5

Freispruch für Samala! Der indonesische Vulkan war nicht schuld an der Krise des 13. Jahrhunderts, wie Der Standard meldet.

Geschichte, Philosophie und andere Geisteswissenschaften werden gerne auch als „Laberfächer“ diskreditiert. Dabei sind sie in „postfaktischen Zeiten“ vielleicht wichtiger denn je: Weiterlesen

GEO Epoche 82: Die Hanse

Titelbild GEO Epoche 82: Die Hanse

Titelbild GEO Epoche 82: Die Hanse

„Europas heimliche Großmacht 1150-1600“ lautet der Untertitel der aktuellen Ausgabe von GEO Epoche, die sich mit der Geschichte dieser noch immer rätselhaften Vereinigung befasst. Was im 12. Jahrhundert als eher loser Zusammenschluss einiger norddeutscher Kaufleute begann, entwickelte sich zu einem Städtebund und einer nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch politischen und sogar militärischen Großmacht, die Kriege führen und Monarchien in die Krise stürzen konnte, große Teile des europäischen Handels kontrollierte, und dennoch zu keinem Zeitpunkt eine langfristige Strategie und die zugehörigen festen Institutionen etablierte. Die Hanse hinterließ weder eine Gründungsurkunde noch ein Dokument, das ihre Auflösung bekundete.
Anfang und Ende dieser machtvollen Organisation liegen also im Dunkeln, doch in der Zeit dazwischen gestaltete die Hanse europäische Politik direkt und indirekt in kaum zu ermessender Weise. Weiterlesen

Fundstücke KW 4

NIDO berichtet über ein Experiment: Kochen und essen wie im Mittelalter – mit Kindern!

Wie sah Worms um 1521 aus? Eine neue 3D-Ansicht vermittelt Einblicke von der Lutherstadt zur Lutherzeit, schreibt die Wormser Zeitung.

Die im Stuttgarter Rathaus herrschende Gleichgültigkeit gegenüber der reichen und mindestens zweitausendjährigen Geschichte der Stadt war bereits Thema der vergangenen Woche. Nun legt die Stuttgarter Zeitung in einem Kommentar nach.
Doch auch ins Denkmalamt scheint Bewegung gekommen, wie die Stuttgarter Nachrichten vermelden. Weiterlesen