Fundstücke KW 22

Bei Grabungen im österreichischen Oberpullendorf (Burgenland) wurde ein mittelalterlicher Eisenverhüttungsplatz mit fünf Rennöfen in teils gutem Zustand entdeckt, meldet meinbezirk.at.

Von „paradiesischen“ Gewüzen des Mittelalters handelt der jüngste Beitrag von Karl Steinmetz für „Historische Kulinarik“ auf derstandard.at.

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Fundstücke KW 19

An Christi Himmelfahrt begann im Geschichtspark Bärnau der experimentelle Bau einer Reisestation Kaiser Karls IV., die „größte Mittelalterbaustelle Europas“, wie das Oberpfalz-Echo schreibt.

„Wie dokumentiere ich eigentlich Faszination?“ fragt sich Miss Jones in ihrem Beitrag. Was sie über ihr Fach, die Archäologie schreibt, gilt in ähnlicher Form auch für die Geschichts- und vermutlich die meisten Wissenschaften:

„Tatsächlich ist es ja Faszination, die die meisten Archäolog*innen antreibt, trotz teils schlechtester Arbeitsbedingungen ihren Beruf auszuüben. Manchmal fällt es einfach schwer anderen zu erklären, warum man tut was man tut. Faszination ist dabei schon seit Anbeginn der Forschungsgeschichte immer wieder der Auslöser gewesen, warum Menschen sich mit Archäologie beschäftigen. […] Deswegen bin ich der Auffassung, dass Faszination ein Grundpfeiler der Archäologie ist, und auch oftmals Grundpfeiler, der die Finanzierung archäologischer Forschung ermöglicht.“

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Fundstücke KW 15

Insgesamt 110 Münzen aus dem 14. bis 19. Jahrhundert kamen bei der Sanierung der Nicolaikirche in Eisleben zum Vorschein, meldet die Mitteldeutsche Zeitung.

Anja Kircher-Kannemann präsentiert „des Tannhäusers Tischzucht“, ein gereimtes Regelwerk zum Benehmen bei Tisch aus dem 13. Jahrhundert.

Kritik am Wissenschaftsbetrieb der Geisteswissenschaften: „Statt echter Erkenntnis zählen die Summe der Fördergelder und die Menge der Fachaufsätze: So verkommen die Geistes- und Sozialwissenschaften, kritisiert Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft“, bei Deutschlandfunk Kultur.

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Fundstücke KW 13-14

Der Standard meldet den Fund einer frühmittelalterlichen „Sarg-Geburt“ – d.h. die Bestattete „gebar“ den Fötus lange nach ihrer Bestattung …

Der Historiker Michael Wolffsohn kann mit dem „Kampfbegriff“ christliches Abendland nichts anfangen und schreibt in der SZ gegen diesen „geistigen Müll“ an.

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Fundstücke KW 11

Oh je, oh je – da werden wieder einige Halsschlagadern anschwellen und Geiferdrüsen überlaufen: Der Spiegel meldet die massive Einwanderung von Frauen aus Südosteuropa nach Bayern im Frühmittelalter …
Auch Der Standard berichtet über die Invasion der Frauen mit den „Turmschädeln“, ebenso die Süddeutsche.

„Welche Chance hätte eine #MeToo-Debatte im Mittelalter gehabt?“ fragt Felicia Stichter in der Frankfurter Neuen Presse und gelangt zu der Erkenntnis: Werte gab es auch damals schon, es waren aber andere als heute …

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Funstücke KW 3-4

Die Pest war die große Katastrophe des Mittelalters, der Medizin und Gesellschaft weitgehend hilflos gegenüberstanden. Der Pestbazillus als Verursacher wurde erst 1864, die Rolle des Hausrattenflohs als Überträger vier Jahre später entdeckt. Doch möglicherweise wurde die Rolle der Ratten überschätzt, wie Meldungen in Der Welt und Der Standard nahelegen.
(Die Bedeutung der Kopflaus wurde allerdings schon 1940 nachgewiesen, und in „Seuchenzüge des Mittelalters“ [in: Bernd Herrmann, Mensch und Umwelt im Mittelalter, Stuttgart 1986, S. 109-128] wies Gundolf Keil bereits 1986 auf die verschiedenen Übertragungswege von Beulen- und Lungenpest hin …)

Im Archäologie-Blog auf derstandard.at berichten Petra Schneidhofer und Roland Filzwieser über schwierige Prospektionen in den Dünen Jütlands.

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Mittelalter & TV, Folge xxx: Vom (Nicht-)Wollen und (Nicht-)Können und einfach-nicht-drum-scheren …

An wen wendet man sich, wenn man sich für die Kochkunst des Mittelalters interessiert: An erfahrene Köche, die seit Jahrzehnten eine mittelalterliche Küche betreiben? An Darstellergruppen, die regelmäßig historische Rezepte auf möglichst authentische Weise nachkochen? An Autoren, Herausgeber oder Übersetzer von mittellterlichen Kochbüchern? An ausgewiesene Historiker, die zum Thema geforscht und publiziert haben?

Nein! Zumindest, wenn man RedakteurIn eines öffentlich-rechtlichen TV-Senders in Deutschland ist, dann weiß man instinktiv, wo man am ehesten kompetente Informationen zu Kochkunst und praktisch allen anderen Aspekten des Mittelalters erfahren kann: Natürlich auf einem … MITTELALTERMARKT!

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Fundstücke KW 49

Freilichtmuseen in Baden-Württemberg ziehen Bilanz der Saison und beklagen mangelnde finanzielle Unterstützung, meldet der SWR.

Das Gokstad-Schiff ist die heute wohl bekannteste Grablege der norwegischen WIkingerzeit. Seine Entdeckung und Bergung im 19. Jahrhundert war nicht nur für Geschichte und Archäologie, sondern auch für die zeitgenösische Politik von Bedeutung, wie Petra Schneidhofer im Blog auf derstandard.at schildert.

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Fundstücke KW 48

Die Geschichte der Küche beleuchtet ein Beitrag auf momunmente-online.de, der Website der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).

Die Sendung mit der Maus erklärt in einem 15-minütigen Video anschaulich und verständlich moderne Prospektionsmethoden der Archäologie – nicht nur für Kinder!

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Fundstücke KW 47

derstandard.at berichtet über Ausgrabungen im Taunus, bei denen u.a. Spuren einer frühmittelalterlichen Kirche und zahlreicher Kindergräber gefunden wurden.

Die Landshuter Fürstenhochzeit war ein dynastisch-politisches bedeutendes Ereignis des Jahres 1475. Heute ist es ein alle vier Jahr unter großem Brimborium stattfindendes Mittelalterfest mit mehr als einer halben Million Besucher. Die SZ widmet dem Spektakel einen ausführlichen Multimedia-Beitrag.

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