Fundstücke KW 44

Das AFM Oerlinghausen zieht eine positive Bilanz der vergangenen Saison und hat große Pläne für die Zukunft, wie die NW berichtet.

Auch die Freilichtmuseen in Baden-Württemberg scheinen zufrieden, meldet der SWR. Trotz (oder wegen?) der anhaltenden Diskussionen um die „Klosterbaustelle“ kann sogar der Campus Galli Besucherrekorde verbuchen.

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Fundstücke KW 42

Über die Tagung „Odin mit uns!“ zu Wikingerkult und Rechtsextremismus berichtet ausführlich Miss Jones und knapper das Portal „Blick nach rechts„.

Auf der Begräbniskleidung eines Wikingers soll in arabischen Schriftzeichen der Name „Allah“ entdeckt worden sein. Darüber schreiben (u.a.) National Geographic und Vorarlberg Online.

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Fundstücke KW 41

Beim Abbau eines der ältesten Bauernhäuser im Land Salzburg zur Überführung in ein Freilichtmuseum kommen spannende Fundstücke zutage, meldet meinbezirk.at (mit Video).

In Menden im Sauerland haben Archäologen möglicherweise die Grablege des um 1200 verstorbenen Klostergründers Graf Heinrich I. von Arnsberg entdeckt, berichtet der Lokalkompass.

Neben einem Schwert, einer Lanze und anderen Grabbeigaben wurde in einem frühmittelalterlichen Gräberfeld bei Zeitz im Burgenlandkreis auch das Skelett einer gefesselten Frau mit einer Eisenstange in der Brust entdeckt. Details dazu in der Mitteldeutschen Zeitung (mit Video).

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Mittelaltertage im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim

Goldlahnstickerin bei den Mittelaltertagen in Bad Windsheim.

Goldlahnstickerin bei den Mittelaltertagen in Bad Windsheim.

Am verlängerten Wochenende vom 30. September bis 3. Oktober sollten im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim einige namhafte, hochwertige Gruppen von Darstellern Handwerk und Alltag des Mittelalters lebendig werden lassen. Für mich ergab sich am Sonntag kurzfristig Gelegenheit, das trockene Wetter für einen Besuch zu nutzen und einige „Internetbekanntschaften“ persönlich kennenzulernen.

Das Freilandmuseum bietet auf einem fast 50 ha großen Gelände eine Reise durch rund 700 Jahre fränkische Baugeschichte mit inzwischen mehr als 100 Wohnhäusern, Bauernhöfen, Scheunen, Werkstätten, Mühlen, Brauereien, Gasthäusern und sogar einem kleinen barocken Adelsschloss. Das wirklich sehr weitläufige Museum ist dabei nach Regionen bzw. Themen in verschiedene Bereiche aufgeteilt, etwa Main- und Altmühlfranken oder „Industrie & Technik“ etc. Belebt waren am verlängerten Wochenende das „Archäologische Dorf“ sowie die Baugruppen „Mittelalter“ und „Stadt“, letztere außerhalb des eigentlichen Museumsbereich gelegen.

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Fundstücke KW 40

Markus Junkelmann ist ein Pionier der experimentellen Archäologie und der Geschichtsdarstellung in Deutschland. Im Interview mit Hiltibold kritisiert er u.a. die zunehmene Kommerzialisierung, Billig-Reenactments und „junk-living history„.

Nahe der Elbmündung haben Archäologen eine bislang unbekannte Siedlung mit Hafenanlage ausgegraben, die ab dem 1. Jahrhundert in Benutzung gewesen sind und nach dem Jahr 1000 allmählich dem Verfall preisgegeben wurden. Meldung im Spiegel.

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Jereme Zimmerman: Met brauen wie ein Wikinger

Jereme Zimmermann: Met brauen wie ein WIkinger. Mobiwell-Verlag 2016.

Jereme Zimmermann: Met brauen wie ein WIkinger. Mobiwell-Verlag 2016.

Met und Wikinger – die beiden scheinen irgendwie zusammenzugehören wie Pfeil und Bogen oder Ritter und Pferd. Aber woher kommt diese Verbindung? Im Vergleich zu den meisten anderen alkoholischen Getränken ist Met überaus einfach herzustellen. Zudem lässt sich mit einfachsten Mitteln eine breite Geschmackspalette realisieren, und mit bestimmten Zusätzen sogar eine halluzinogene Wirkung erzielen. Da schon die Grundzutat Honig bei den germanischen Stämmen (und vielen anderen Kulturen) in hohem Ansehen stand, kann es nicht weiter verwundern, dass dem daraus erzeugten alkoholischen Getränk kultische Bedeutung zugewiesen wurde und seine Erfindung, seine Herstellung wie auch sein Konsum Spuren in Mythologie und Literatur hinterlassen hat.

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Leo Vogt: „Das Luther-Melanchthon-Kochbuch“

Leo Vogt: Das Luther-Melanchthon-Kochbuch. Bretten: Info-Verlag 2015.

Leo Vogt: Das Luther-Melanchthon-Kochbuch. Bretten: Info-Verlag 2015.

„Kochen & Backen zu Zeiten der Reformation“

Martin Luther, der Genussensch.
Philipp Melanchthon, der Asket.
Sie begegneten einander in Wittenberg und scheinen, trotz aller Differenzen in Ansichten und Lebenswandel, gut miteinander ausgekommen zu sein. Zahlreiche Mahle dürften sie gemeinsam eingenommen haben – was kam dabei wohl auf den Tisch?
So ähnlich lautete die Frage, die Leo Vogt bewog, historische Rezepte der Reformationszeit zu sammeln, zu erproben und das vorliegende Kochbuch zusammenzustellen. Die Erprobung erfolgte dabei mit zeitgenössischen Mitteln, wie zahlreiche Fotos in dem Band belegen. Das Nachkochen kann aber auch in modernen Küchen erfolgen …

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Fundstücke KW 36

Es war die Meldung der Woche auf skandinavischen und englischsprachigen Seiten: Neue Untersuchungen an einem Wikingerkrieger, der im 8. Jahrhundert in Birka bestattet worden war, scheinen „zweifelsfrei“ ergeben zu haben, dass es sich bei „dem“ Bestatteten um eine Bestattete handelt.
Auf Deutsch findet sich die Meldung immerhin bei Spiegel Online.

Die fantastischen Abenteuer Dietrichs von Bern sind Thema eines Beitrags auf kurz!-Geschichte.

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Fundstücke KW 34

Die Badischen Neuesten Nachrichten schreiben über die Zähringer und Erinnerungsorte des Mittelalters am Oberrhein.

Wie bezeichnete man im Mittelalter die Wochentage? Das erklärt Daniel Ossenkop in seinem Blog.

Für Die Presse widmet sich der Byzantinist Johann Preisser-Kepeller der Belagerung Konstantinopels im Jahre 717.

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Fundstücke KW 33

Was (zur Hölle!) sind æstel? Glücklicherweise das Thema des aktuellen Beitrags von Christoph Gwisdeck auf kurz!-Geschichte!

Hakenkreuze everywhere! In den Fundstücken der vergangenen Woche hatte ich einen Artikel auf Spiegel Online verlinkt, in dem Museumsdirektor Karl Banghard vom AFM Oerlinghausen vor der rechtsextremen Unterwanderung gewisser (frühmittelalterlicher/wikingerzeitlicher) living history-Veranstaltungen warnte. Wie zu erwarten (weil bei solchen Themen immer der Fall!), sorgten seine Aussagen und Schlussfolgerungen für z.T. heftige Diskussionen in Kommentaren und sozialen Medien. Kernfrage: Ist der Anteil rechtsextremer Symbole bei Veranstaltungen wie dem Wikingerfest in Wolin/PL tatsächlich besonders hoch oder spiegeln sie „nur“ den durchschnittlichen Anteil rechts eingestellter Bevölkerungsteile wider?
Als Diskussionsbeitrag veröffentlichte das AFM Oerlinghausen nun im Blog eine Reihe von Fotos aus Wolin. Mein persönliches, etwas schockiertes Fazit: Mehr rechte Symbole findet man vermutlich nicht einmal bei US-Nazi-Aufmärschen! Und nein, das gilt NICHT NUR für Besucher, sondern auch für Darsteller!

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