Fundstücke KW 7-8

[Dank eines wirklich fiesen Virusinfekts heute die extradicke Zwei-Wochen-Ausgabe …]

Das Schweizer Fernsehen sucht für eine Art historische Doku-Soap namens „Leben wie vor 500 Jahren“ Bauern und Pilger, die einige Zeit unter Beobachtung auf einer Burg leben wollen.

Das Max Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte untersucht, mit welchen Medien die spanische Krone ihre Herrschaft in Südamerika zu festigen versuchte. Weiterlesen

Fundstücke KW 28-29

Die Welt berichtet von archäologischen Entdeckungen in Norwegen, die auf ein bedeutendes Handelszentrum der Wikingerzeit schließen lassen.

Zwei Archäologen beschreiben auf derstandard.at die neu begonnenen Ausgrabungen bei Podersdorf im Burgenland, wo bereits 1974 Gräber der Awaren entdeckt worden waren.

Der Standard weiß außerdem, wo sich der älteste erhaltene Dachziegel Österreichs (15. Jh.!) findet.

Und noch einmal Der Standard aus Österreich, der in seinem Archäologie-Blog über Experimente mit dem Bodenradar auf der Suche nach Wikingerspuren schildert.

Als „spektakulär!“ und „einmalig!“ werden archäologische Funde in jüngster Zeit ja gerne mal bezeichnet, denn das garantiert die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit, und das wiederum kann sich positiv auf die Finanzierung auswirken.
Dass nun bei Fürsamen ein reich ausgestattetes Einzelgrab aus der Bronzezeit entdeckt wurde, ist allerdings in der Tat zumindest unerwartet, wie die Südwest-Presse schildert.

Die Vorstellung eines neuen Bandes der Reihe „Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg“ nahm der Präsident des Landesamtes Claus Wolf zum Anlass, die derzeitige Situation der Landesarchäologie in einem der fundreichsten Bundesländer zu schildern: „Viel Arbeit, viel Geld, aber wenig Personal“ fasst die Stuttgarter Zeitung Wolfs Aussagen zusammen.
Anders als bei vielen anderen Online-Meldungen lohnt es sich in diesem Fall, auch mal einen Blick in die Kommentarspalten zu werfen, wo Betroffene ihrem Ärger Luft machen. So dürfte der diagnostizierte „Mangel an qualifiziertem Personal“ in erster Linie auf die überaus prekären Arbeitsbedingungen mit befristeten (Saison-)Verträgen zum gesetzlichen Mindestlohn etc. zurückzuführen sein. Tatsächlich dürfte der Mangel kaum beim Personal, sondern bei den qualifizierten, angemessen bezahlten, langfristige Perspektiven bietenden Stellen zu finden sein.
Seit vergangenem Jahr macht eine „Selbsthilfegruppe“ von ArchäologInnen, Studierenden, Grabungstechnikern und anderen Betroffenen auf die Situation in der Landesarchäologie und -denkmalpflege in Baden-Württemberg aufmerksam und versucht, Dialoge und letztlich Verbesserungen in Gang zu bringen.
Siehe auch: „Tübinger Thesen zur Archäologie (Download, pdf)„.

kurz!-Geschichte widmet diese Woche einen Beitrag den mittelalterlichen Ursprüngen des Vogel- oder Papageienschießens. (Eine erste Erwähnung dieser Praxis findet sich übrigens bereits in Homers „Ilias“ – siehe auch hier.)

Auf „Das Mittelalter – Der Blog“ geht es um den Einsatz von Brandsätzen und griechischem Feuer im Mittelalter.

curiositas stellt den bayerischen Herzog Tassilo III. vor.

In den Fechtbüchern Hans Talhoffers (und Anderer) finden sich mitunter Beschreibungen und Darstellungen gerichtlicher Zweikämpfe Mann gegen Frau. Diese wurden meist mit stumpfen, nicht tödlichen „Waffen“ ausgetragen, und zuweilen hatte der Mann bis zur Hüfte in einem Loch zu stehen.
Das Team von Dreynschlag versucht sich in diesem Video an der Interpretation und Rekonstruktion einiger Techniken aus einem der Talhoffer-Fechtbücher – spannend, lehrreich und von hohem Unterhaltungsfaktor!

Fundstücke KW 26

Der Archäologe Ulrich Lehmann erhält für seine innovativen Forschungen zu westfälischen Schwertfunden den LWL-Preis für westfälische Landeskunde, meldet archaeologie-online.de.

Der Rezensionsüberblick Juni 2016 auf mittelalter.hypotheses.org.

Im Blog „der quatspreche“ schreibt Björn Schultz von mittelalter-entdecken.de über mittelalterliche Gebäude in Würzburg.
Auf seinem eigenen Blog widmet er sich der Geschichte von Verbrechen und Strafe vom frühen Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit.

Nikolaus Hofbauer schreibt in seinem Blog „Neues aus der Gotik“ eine Reihe über das Wiener Wehrbürgertum im 14. Jahrhundert.

In meinem Beitrag „Waren Ritter wirklich so unbeweglich?“ der Reihe „Mittelalter-Mythen“ zitiere ich u.a. meinen Freund und Kollegen Daniel Jaquet. Der hat nun für die Seite medievalists.net einen schönen Beitrag über die Beweglichkeit in Rüstung verfasst, zu dem auch dieses wunderbare Video gehört:

HEMA – was ist das? Eine neuer Dokumentarfilm sucht Antworten

Die Abkürzung HEMA steht für Historical European Martial Arts oder historische Kampfkünste Europas. Gemeint sind damit Kampftechniken mit und ohne Waffen, die (entgegen der beschränkten Sichtweise im verlinkten Wikipedia-Artikel) in Europa seit der Antike bis etwa Ende des 1. Weltkriegs in Gebrauch waren – also z.B. die verschiedenen Kampfstile römischer Gladiatoren, der Umgang mit dem Bayonett, mittelalterliches Schwert- oder viktorianisches Säbelfechten ebenso wie Leibringen, Pankration oder Bartitsu etc.

Unter den zahlreichen Stilen unterschiedlicher Zeiten nehmen die mittelalterlichen Systeme, allen voran das Fechten mit dem Langen Schwert und der Umgang mit Schwert und Buckler, seit jeher eine besondere Stellung ein. Sie stellen das größte Segment der großen und unübersichtlichen HEMA-Familie dar und dürften noch immer das am schnellsten wachsende sein. Das Mittelalter ist ohnehin eine Epoche, die viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen fasziniert, und die mittelalterlichen Kampfkünste sind in zahlreichen Fechtbüchern hinreichend gut dokumentiert, um sie rekonstruieren zu können, doch bleiben genügend offene Fragen, um noch für kommende Generationen ein spannendes Forschungsfeld zu bieten.
Denn gemeinsam ist den historischen europäischen Kampfkünsten, dass ihre Traditionslinie irgendwann unterbrochen wurde. Sie gerieten in Vergessenheit, als die verwendeten Waffen obsolet wurden, sich weiter entwickelten, als sich militärische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen veränderten etc. Um sie heute als Sport und Freizeitbeschäftigung wiederzubeleben, müssen sie anhand von Text- und Bildquellen sowie praktischen Experimenten rekonstruiert werden.

Somit bietet HEMA zahlreiche Aufgaben und Betätigungsfelder: Da gibt es jene, die historische Handbücher ausfindig machen, entziffern und in moderne Sprachen übersetzen; Praktiker, die dargestellte Bewegungsabläufe interpretieren und rekonstruieren; Lehrer, die ihr so erworbenes Wissen und Können an die nächste Generation weiter geben; Verfasser moderner Trainingsanleitungen; Hersteller von Trainingswaffen und Schutzausrüstung; Organisatoren und Teilnehmer von Turnieren – und nicht selten das alles in einer Person.
Die HEMA-Szene ist also überaus vielgestaltig, und sie reicht weit über Europa hinaus. Insbesondere in Amerika ist in den vergangenen Jahrzehnten eine große und lebhafte Szene entstanden. Das Internet spielt dabei eine kaum zu überschätzende Rolle, denn hier werden Quellen und Forschungen zugänglich gemacht, hier findet Wissensaustausch unabhängig von Ländergrenzen statt, werden Bilder und Videos bereit gestellt und diskutiert, etc.

Ein Porträt dieser lebhaften und schnell wachsenden Gemeinschaft zu erstellen, hat sich der in England lebende Fotograf und Filmemacher Cédric Hauteville zur Aufgabe gemacht. Mit Hilfe einer Kickstarter-Kampagne finanzierte er einen 90-minütigen Dokumentarfilm, der nun auf YouTube kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.
Back to the Source“ ist sehr professionell gemacht und beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Rekonstruktion historischer europäischer Kampfkünste ausgiebig, indem zahlreiche bedeutende Exponenten der Szene zu Wort kommen. Neben zahlreichen US-amerikanischen und britischen Experten wie Jake Norwood, Jeff Tsay, Jessica Finlay, Matt Easton, Piermarco Terminiello, David Rawlings und anderen sind es vor allem Schweden wie Axel Petersson sowie Vertreter aus Polen, die ihre persönlichen Erfahrungen und Ansichten wiedergeben.
Darin liegt jedoch der meiner Ansicht nach einzig größere Kritikpunkt der ansonsten sehr vielfältigen Dokumentation: Wenngleich ein nicht unerheblicher Teil insbesondere der mittelalterlichen Kampfkünste in Deutschland entstanden ist, in deutscher Sprache niedergeschrieben wurde und bis heute deutsche Begriffe das Vokabular etwa zum Langen Schwert bestimmen, wurde kein einziger Vertreter der großen und lebendigen deutschsprachigen Szene befragt. Dabei sind die Beiträge eines Dierk Hagedorn, eines Roland Warzecha oder der Gruppen wie Ars Gladii, Ochs oder Hammaborg zur Rekonstruktion der „deutschen Schule“ des historischen Fechtens unbestreitbar – schade daher, dass solch renommierte und weltweit geachtete Experten keine Erwähnung finden.

[Anm.: Wie Matt Easton auf Facebook korrekt bemerkte, gilt das gleiche allerdings auch für Vertreter z.B. aus Italien oder Spanien. Die dortigen Szenen sind mir allerdings kaum vertraut – hier hätte sich im Film also eine Chance geboten, Aufklärung zu betreiben. Aber eingedenk der Tatsache, dass es sich um ein durch Crowdfunding finanziertes „Freizeitprojekt“ eines einzelnen Filmemachers handelt, muss man die durch Budget, Reisemöglichkeiten, Termine etc. sowie den maximalen Umfang des Films gebotenen Grenzen respektieren. Und wenn deutsche Autoritäten auf den größten internationalen Veranstaltungen schlicht nicht vertreten sind, können sie natürlich auch nicht befragt werden …
Immerhin ergeben sich hier Gelegenheiten für künftige Projekte!]

Unterstützt wurde die Produktion von zwei Herstellern von Schutzausrüstung. Die daraus resultierenden Produktvorstellungen im Film wirken allerdings ein wenig deplatziert und fügen sich nicht so recht in das ansonsten sehr stimmige Gesamtbild ein.

Wenngleich sich Hauteville bemüht, HEMA nicht auf das Mittelalter und den Umgang mit Klingenwaffen zu beschränken, nehmen diese den weitaus größten Teil seiner Dokumentation ein – verständlich, vielleicht sogar unvermeidlich, da das mittelalterliche Fechten nun einmal auch innerhalb der Szene überrepräsentiert ist. Dennoch hätte sich hier Gelegenheit geboten, die gesamte Bandbreite von Antike bis ins frühe 20. Jahrhundert etwas detaillierter zu beleuchten.

Doch abgesehen von diesem Gekrittel ist „Back to the Source“ eine überaus interessante, lehrreiche, kurzweilige und gut gemachte Dokumentation über historische europäische Kampfkünste geworden. Von der Forschung und Rekonstruktion der alten Techniken bis hin zu modernen Problemen von Schutzausrüstung, Regelwerken, Wettkampf etc. werden zahlreiche Aspekte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.
Der Film informiert, ohne zu belehren, und die zahlreichen Interviewpartner lassen die Zuschauer an ihrer Leidenschaft teilhaben. Leider ist das Werk (bislang) nur auf Englisch zu sehen, doch ihm ist auf jeden Fall eine große, weltweite Verbreitung zu wünschen.

Hier noch einige HEMA-Links:

 

Fundstücke KW 34

Der Spiegel widmete sich diese Woche zum wiederholten Male der Perspektivlosigkeit von Nachwuchswissenschaftlern. Diese ist natürlich kein Zufall, sondern politisch gewollt, und daran werden leider auch ein weiteres Dutzend kluger Beiträge nichts ändern, sondern allenfalls ein Aufstand des akademischen Mittelbaus mit Unterstützung jener Professoren, die in der Lage sind, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, und genügend Weitblick besitzen, die Gefährdung des Wissenschaftsstandorts Deutschland in dieser kurzsichtigen Politik zu erkennen.

In der Rhein-Main-Presse schreibt Falko Daim über die Rekonstruktion einer frühmittelalterlichen Doppelorgel aus Byzanz im Mainzer RGZM.

Unter großem wissenschaftlichen, technischem und handwerklichem Aufwand wurde in Beckum im Auftrag des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) eine frühmittelalterliche Spatha mit „wurmbunter“, also feuerverschweißter Klinge vermessen, analysiert, nachgeschmiedet und poliert. Das Ergebnis wird in den kommenden Monaten in verschiedenen westfälisch-lippischen Museen zu sehen sein (Meldung des LWL).

Meine persönlichen Ansichten zum inflationär gebrauchten Begriff „Sensationsfund“ habe ich bereits des öfteren zum Ausdruck gebracht. Aber beeindruckend ist es schon, was Archäologen im südlichen Dänemark aus der Erde geholt haben: Bislang 165 Silbermünzen und eine Goldperle aus der Wikingerzeit. Es berichtete die SHZ.

Schon etwas älter ist dieses Video, auf das ich diese Woche von irgendwoher verlinkt wurde: Die virtuelle Auferstehung der 1465 zerstörten polnischen Stadt Nieszawa anhand nicht-invasiver Bodenuntersuchungen. Mehr zum Projekt „Stara Nieszawa“ gibt es hier (auf Englisch).

Fundstücke KW 33

Archäologiestudenten aus Cardiff (Wales) waren in den vergangenen Wochen auf Praxisbesuch im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen. Zum Abschluss halfen sie nun auch noch mit, frühmittelalterliche Grubenhäuser in Paderborn freizulegen, wie die Neue Westfälische berichtet.

Im Blog „Schickes und Schönes – Die Kreativ-WG“ erschien diese Woche eine kurze Anleitung zum mittelalterlichen Kochen in Tontöpfen.

Ein neuer Beitrag auf „kurz!-Geschichte“ widmet sich dem Sturz Heinrichs des Löwen.

Unter dem Titel „Thanks, but no thanks!“ sammelt ein neues Blog Stellenausschreibungen für Geisteswissenschaftler, „auf die wir uns nicht bewerben, weil sie unverschämt sind“. Ob’s was nützt? Vielleicht trägt das Projekt ja dazu bei, auf die prekäre Situation unzähliger Nachwuchs-(Geistes-)Wissenschaftler aufmerksam zu machen.

Ist Deutsch als Wissenschaftssprache vom Aussterben bedroht? Ich spiele hier nicht auf den allgemeinen Niveauverfall in Rechtschreibung und Grammatik an, sondern auf eine Entwicklung, die offenbar in Österreich gerade ihren Höhepunkt erreicht: Wer dort künftig öffentliche Forschungsgelder beantragt, ist verpflichtet, seine Forschungen auf Englisch zu präsentieren statt in seiner Muttersprache (die NZZ berichtet).
Nun ist Englisch ohne Frage eine Weltsprache, gerade auch in der Welt der Forschung, und von jedem europäischen Geisteswissenschaftler kann und sollte erwartet werden, dass er oder sie die moderne lingua franca hinreichend beherrscht. Aber deutschsprachige Germanisten, die ihre Forschungen auf Englisch niederschreiben müssen? Das grenzt ans Absurde!
Mal ganz abgesehen von der Frage, was das für die Öffentlichkeitswirkung der Wissenschaft bedeutet – gilt diese ja ohnehin zuweilen bereits als abgehoben und der Welt der Normalsterblichen entrückt, wird einem nicht unerheblichen Teil der interessierten Öffentlichkeit mit einem solchen Erlass nun auch noch der Zugang zu den (mit Steuergeldern finanzierten!) Forschungen verwehrt oder zumindest erschwert.

Das Vortragsprogramm der Tagung „The Sword – Form and Thought“ im Deutschen Klingenmuseum Solingen am 19-21. November steht nun zum Download bereit. Wie der Name schon andeutet, wird auch bei dieser internationalen Tagung auf Englisch referiert und diskutiert.
Die gleichnamige Ausstellung eröffnet am 26. September.

Bernard Cornwell ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Autoren historischer Romane, die Verfilmung seiner Reihe „The Last Kingdom“ wurde daher mit einer gewissen Spannung erwartet. Mittelalter-Fans dürften jedoch ein weiteres Mal enttäuscht werden dürften, wie Hiltibold angesichts einiger Standbilder und Videoclips darlegt.

Dann doch lieber ein hübsches kleines Vidoe wie dieses von Artful Videos, das die schönsten Katzendarstellungen aus mittelalterlichen Manuskripten zusammenfasst:

Fundstücke KW 49

Die Nachricht ist schon etwas älter, ich hatte immer gehofft, sie würde früher oder später auch in deutschsprachigen Medien ein Echo finden oder sogar Kommentare renommierter Forscher wie Alfred Geibig oder Stefan Mäder hervorrufen, doch leider war dies bislang nicht der Fall. Daher hier also der Link zur Originalmeldung in der Siberien Times: In Sibirien ist ein früh-/hochmittelalterliches Schwert gefunden worden, dessen Klinge sehr wahrscheinlich im Fränkischen Reich hergestellt wurde. Es könnte in späterer Zeit Iwan dem Schrecklichen gehört haben – ein äußerst gut erhaltener und spannender Fund!

Im Rheinland geschmiedet, in Schweden montiert, in Sibirien gefunden … Foto (c) The Siberian Times

Im Rheinland geschmiedet, in Schweden montiert, in Sibirien gefunden … Foto (c) The Siberian Times

Das Nationalmuseum von Dänemark hat die Wikingersiedlung und den Königshof von Tissø digital wieder auferstehen lassen. Zwar habe ich im Detail so meine Schwierigkeiten mit der Rekonstruktion – z.B. wird wieder einmal das Klischee bedient, die Langhäuser der Wikinger hätten nur als Met-Halle und „Party Location“ gedient, statt als Wohnstätten –, doch die Umsetzung finde ich dennoch recht gelungen und anschaulich:

Richard III. und kein Ende: Der englische König erfreut sich seit der Entdeckung seiner Gebeine unter einem Parkplatz größerer Beliebtheit als zu Lebzeiten! Im aktuellen Bericht aus Spiegel Online geht es um die DNA-Analyse seiner Überreste und die Erkenntnis, dass wohl nicht alle seine Kinder seine Kinder waren

Die Zeit widmete in dieser Woche der neuen Sonderausstellung „Fleisch. Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit“ im Neanderthal Museum in Mettmann einen Artikel: Heimwerker der Steinzeit von Sami Skalli.