Fundstücke KW 2

Die Süddeutsche berichtet über das Projekt „Corpus“, mit dem historische Bauwerke digital rekonstruiert werden, um dreidimensional erfahrbar zu werden.

„Was sind schon Historiker, Germanisten? Mit denen kann man schwer „Innovationsstandort“-Lyrik verbreiten.“

Die Ansicht des CSU-Regionalvorsitzenden Söder teilen in Deutschland leider viele Politiker. Das Ergebnis ist eine zunehmend verarmte, öde, innovationslose Bildungslandschaft. Aber das ist ja sehr wahrscheinlich exakt so gewollt – denn andernfalls hieße das ja, dass die PolitikerInnen in diesem Land die langfristigen Folgen ihrer unüberlegten, kurzfristigen Entscheidungen nicht absehen können, und das kann ja kaum der Wahrheit entsprechen!
„Wie Markus Söder die Studenten aus Nürnberg vertrieb“ von Olaf Przybilla in der SZ.

Unbekante installierten in der Silvesternacht eine „Irminsul“ auf den Externsteinen bei Horn-Bad Meinberg, wie die Lippische Zeitung vermeldet.
Ärgerlich ist an dem Beitrag der Hinweis, als historischer Standort dieses sächsischen Heiligtums würden immer wieder die Externsteine vermutet. Dazu ist festzuhalten: Niemand, der auch nur einen Hauch von Ahnung deutscher Geschichte besitzt, vermutet ein sächsisches Heiligtum im Lippischen! Es ist genau diese Unwissenheit, Ignoranz und Vermischung von Geschichte und Esoterik, die zu dämlichen Aktionen wie der geschilderten führt.

Archäologische Ausgrabungen in Bardowick könnten Belege für die Zerstörung des Ortes im Jahre 1189 durch Herzog Heinrich den Löwen zutage gefördert haben. In der Landeszeitung stehen die Details, und ein Video gibt’s auch.

Max Emanuel Frick widmet sich auf Curiositas der Gefangenschaft König Richard Löwenherz‘.

Auf mittelalter.hypotheses.org fasst Christoph Schweiger seine laufende Dissertation zu sozialen Randgruppen in der österreichischen Chronistik in 1000 Worten zusammen.
Außerdem gibt’s den Rezensionsüberblick Dezember 2016.

Klaus Graf stellt im Archivalia-Blog die Quellen zum Umbau des Heilig-Kreuz-Münsters in Schwäbisch Gmünd um 1500 vor.

„The Art of making a book“ ist ein kurzes Video über die Herstellung eines Buches vom Druck mit einer Gutenbergschen Handpresse bis zum Einband in Leder:

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