Fundstücke KW 33

Was (zur Hölle!) sind æstel? Glücklicherweise das Thema des aktuellen Beitrags von Christoph Gwisdeck auf kurz!-Geschichte!

Hakenkreuze everywhere! In den Fundstücken der vergangenen Woche hatte ich einen Artikel auf Spiegel Online verlinkt, in dem Museumsdirektor Karl Banghard vom AFM Oerlinghausen vor der rechtsextremen Unterwanderung gewisser (frühmittelalterlicher/wikingerzeitlicher) living history-Veranstaltungen warnte. Wie zu erwarten (weil bei solchen Themen immer der Fall!), sorgten seine Aussagen und Schlussfolgerungen für z.T. heftige Diskussionen in Kommentaren und sozialen Medien. Kernfrage: Ist der Anteil rechtsextremer Symbole bei Veranstaltungen wie dem Wikingerfest in Wolin/PL tatsächlich besonders hoch oder spiegeln sie „nur“ den durchschnittlichen Anteil rechts eingestellter Bevölkerungsteile wider?
Als Diskussionsbeitrag veröffentlichte das AFM Oerlinghausen nun im Blog eine Reihe von Fotos aus Wolin. Mein persönliches, etwas schockiertes Fazit: Mehr rechte Symbole findet man vermutlich nicht einmal bei US-Nazi-Aufmärschen! Und nein, das gilt NICHT NUR für Besucher, sondern auch für Darsteller!

Körperrüstungen aus einander überlappenden Leder-, Metall- oder Knochenplättchen, sogenannte Lamellenrüstungen, sind ein ewiges Streitthema unter Frühmitteldarstellern. Johannes Bühling hat einen interessanten tschechischen Blogbeitrag dazu übersetzt.

Für Curiositas hat Max Emanuel Frick einige wundersame Geschichten aus der „Topographia Hibernica“ des Giraldus Cambrensis gesammelt.

Geisteswissenschaftler haben – einem Interview in der SZ zufolge – zunehmend bessere Chancen am Arbeitsmarkt. Allerdings nicht im akademischen Bereich, sondern in der Wirtschaft.
Aber ist das Sinn und Zweck eines geistes- oder kulturwissenschaftlichen Studiums?

Zum Promotionsverfahren gehört die Veröffentlichung der Dissertation – in der Regel in Druckform – sowie die Abgabe von Pflichtexemplaren. Dass beides juristisch nicht unproblematisch ist, hat der Bonner Jurist Gerrit Helmuth Stumpf bereits 2016 in einem Aufsatz gezeigt, den Klaus Graf auf archivalia.hypotheses.org vorstellt und kommentiert.

Das Thema des Jahres ist ohne Frage das Jubiläum „500 Jahre Reformation“. Angesichts der allgegenwärtigen Konfrontation mit Luther hatte ich beschlossen, den hype weitstgehend zu ignorieren. Achim Landwehr hingegen wollte sich ein ganzes Jahr lang nur mit dem Luther-Jubiläum beschäftigen und gewissermaßen am Beispiel die deutsche Geschichtskultur des frühen 21. Jahrhunderts analysieren.
Erschüttert von den Ergebnissen hat er das Projekt „Mein Jahr mit Luther“ nun vorzeitig abgebrochen …

In das Universitätsmuseum Bergen in Norwegen wurde vergangene Woche eingebrochen. Zahlreiche historisch, kulturell und auch materiell wertvolle Objekte wurden entwendet – auf Facebook hat das Museum nun eine Bildergalerie eingerichtet und bittet um Hinweise falls irgendwo, auf Auktionsplattformen o.ä., einzelne Stücke auftauchen sollten.

2 Gedanken zu „Fundstücke KW 33

  1. Pingback: Wundersame Geschichten über Irland (12. Jahrhundert) | Archivalia

  2. Pingback: Fundstücke KW 34 | blog.HistoFakt.de

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