Fundstücke KW 34

Vor einem Jahr haben zwei Sondengänger bei Ellwangen 10 .000 mittelalterliche Silbermünzen gefunden. Nun geht in der Stadt das Gerücht um, die Münzen aus dem 13. bis 14. Jahrhundert seien in der Umgebung der Eichkapelle entdeckt worden, schreiben die Stuttgarter Nachrichten.

„Durch die neue Technik haben wir einen Menschen ausgemacht, der um 1200 in Bristol und in Lübeck auf Toilette war.“

Die Lübecker Nachrichten berichten über ein Forschungsprojekt zur Erforschung von 40 mittelalterlichen Latrinen. Mithilfe von DNA-Tests erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über den Alltag der Lübecker vor 800 Jahren.

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Fundstücke KW 32

Am 7. August 626 scheitern Awaren und Perser mit der Eroberung Konstantinopels. Die Welt erinnert daran.

Offenbar hatten die Wikinger über Jahrhunderte ein Handelsmonopol auf Walrosselfenbein. Und möglicherweise hat ihr Verschwinden aus Grönland etwas mit dem Ende des lukrativen Geschäfts zu tun – so zumindest fasst scinexx.de die Ergebnisse einer britischen Studie zusammen. (Mit herzlichem Dank an Herrn Jablonski!)

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Fundstücke KW 31

„Anhaltende Trockenheit und Hitze hat es früher schon gegeben!“ Solche und ähnliche Pseudo-Argumente werden gerne von „Skeptikern“ angeführt, um den (schädlichen) menschlichen Einfluss auf das Klima und dessen aktuellen Wandel zu bestreiten. So natürlich auch unter diesem Artikel im „Spiegel“ über die Erforschung einer Dürrekatastrophe im Jahr 1540.

Bei Arbeiten zum Schutz des Markusdoms vor Überschwemmungen sind in Venedig zwei rund 1.000 Jahre alte Skelette freigelegt worden, berichtet Der Standard.

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Fundstücke KW 27-29

Nikolaus Hofbauer teilt auf „Neues aus der Gotik“ einen Beitrag von Simon Dupper über das verheerende Magdalenenhochwasser des Jahres 1342.

In der Reihe „Die Stadt des Mittelalters an der Schwelle zur Frühen Neuzeit“ des Mittelalter-Blogs gibt es zwei neue Beiträge: Der eine beschäftigt sich mit den Nördlinger Zünften 1349-1552, der andere mit Geld und Schulden.
Außerdem gibt’s den Rezensionsüberblick für Juni.

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Fundstücke KW 22

Bei Grabungen im österreichischen Oberpullendorf (Burgenland) wurde ein mittelalterlicher Eisenverhüttungsplatz mit fünf Rennöfen in teils gutem Zustand entdeckt, meldet meinbezirk.at.

Von „paradiesischen“ Gewüzen des Mittelalters handelt der jüngste Beitrag von Karl Steinmetz für „Historische Kulinarik“ auf derstandard.at.

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Fundstücke KW 19

An Christi Himmelfahrt begann im Geschichtspark Bärnau der experimentelle Bau einer Reisestation Kaiser Karls IV., die „größte Mittelalterbaustelle Europas“, wie das Oberpfalz-Echo schreibt.

„Wie dokumentiere ich eigentlich Faszination?“ fragt sich Miss Jones in ihrem Beitrag. Was sie über ihr Fach, die Archäologie schreibt, gilt in ähnlicher Form auch für die Geschichts- und vermutlich die meisten Wissenschaften:

„Tatsächlich ist es ja Faszination, die die meisten Archäolog*innen antreibt, trotz teils schlechtester Arbeitsbedingungen ihren Beruf auszuüben. Manchmal fällt es einfach schwer anderen zu erklären, warum man tut was man tut. Faszination ist dabei schon seit Anbeginn der Forschungsgeschichte immer wieder der Auslöser gewesen, warum Menschen sich mit Archäologie beschäftigen. […] Deswegen bin ich der Auffassung, dass Faszination ein Grundpfeiler der Archäologie ist, und auch oftmals Grundpfeiler, der die Finanzierung archäologischer Forschung ermöglicht.“

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Fundstücke KW 15

Insgesamt 110 Münzen aus dem 14. bis 19. Jahrhundert kamen bei der Sanierung der Nicolaikirche in Eisleben zum Vorschein, meldet die Mitteldeutsche Zeitung.

Anja Kircher-Kannemann präsentiert „des Tannhäusers Tischzucht“, ein gereimtes Regelwerk zum Benehmen bei Tisch aus dem 13. Jahrhundert.

Kritik am Wissenschaftsbetrieb der Geisteswissenschaften: „Statt echter Erkenntnis zählen die Summe der Fördergelder und die Menge der Fachaufsätze: So verkommen die Geistes- und Sozialwissenschaften, kritisiert Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft“, bei Deutschlandfunk Kultur.

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Fundstücke KW 13-14

Der Standard meldet den Fund einer frühmittelalterlichen „Sarg-Geburt“ – d.h. die Bestattete „gebar“ den Fötus lange nach ihrer Bestattung …

Der Historiker Michael Wolffsohn kann mit dem „Kampfbegriff“ christliches Abendland nichts anfangen und schreibt in der SZ gegen diesen „geistigen Müll“ an.

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Fundstücke KW 11

Oh je, oh je – da werden wieder einige Halsschlagadern anschwellen und Geiferdrüsen überlaufen: Der Spiegel meldet die massive Einwanderung von Frauen aus Südosteuropa nach Bayern im Frühmittelalter …
Auch Der Standard berichtet über die Invasion der Frauen mit den „Turmschädeln“, ebenso die Süddeutsche.

„Welche Chance hätte eine #MeToo-Debatte im Mittelalter gehabt?“ fragt Felicia Stichter in der Frankfurter Neuen Presse und gelangt zu der Erkenntnis: Werte gab es auch damals schon, es waren aber andere als heute …

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Funstücke KW 3-4

Die Pest war die große Katastrophe des Mittelalters, der Medizin und Gesellschaft weitgehend hilflos gegenüberstanden. Der Pestbazillus als Verursacher wurde erst 1864, die Rolle des Hausrattenflohs als Überträger vier Jahre später entdeckt. Doch möglicherweise wurde die Rolle der Ratten überschätzt, wie Meldungen in Der Welt und Der Standard nahelegen.
(Die Bedeutung der Kopflaus wurde allerdings schon 1940 nachgewiesen, und in „Seuchenzüge des Mittelalters“ [in: Bernd Herrmann, Mensch und Umwelt im Mittelalter, Stuttgart 1986, S. 109-128] wies Gundolf Keil bereits 1986 auf die verschiedenen Übertragungswege von Beulen- und Lungenpest hin …)

Im Archäologie-Blog auf derstandard.at berichten Petra Schneidhofer und Roland Filzwieser über schwierige Prospektionen in den Dünen Jütlands.

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