Fundstücke KW 25

Eislingen hat jetzt einen Geschichtspfad von den Römern bis in die Neuzeit, schreibt die Stuttgarter Zeitung.

Im Rechtsstreit zwischen den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen und Wikipedia um die Nutzung von Fotos hat letztere eine Niederlag einstecken müssen, meldet irights.
Hier der Kommentar der deutschen Wikimedia zum (Fehl-)Urteil des Landgerichts.

Zwei Meldungen von archaeologie-online.de: Die eine zur Entdeckung des ältesten Gebäudes von Gütersloh bei Bielefeld (aus dem 12. Jahrhundert), die andere über rätselhafte Stücke von rotem Glas.

Wer hätte gedacht, dass schon im 15. Jahrhundert ein Arzt Nasenprothesen anfertigte und beschrieb? kurz!-Geschichte hat die Details.

Einbeck City berichtet über ein heimatgeschichtliches Projekt, für das HistoFakt („ein Historiker aus Süddeutschland“ …) in den vergangenen Monaten zahlreiche mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften entziffert und aus dem Mittelniederdeutschen übersetzt hat.

Das „kuriose“ Mittelalter-Blog zeigt zehn Wege, an Reliquien zu gelangen.

Und für die Augen gibt es diese Woche mal wieder ein Album fantastischer Fotos von hochertiger (Spät-) Mittelalterdarstellung, dieses Mal von einer Aktion der Gruppe „Keines Weibes Knecht“ auf der Lütjenburg, das Roland Warzecha auf seiner FB-Seite geteilt hat:

(c) Keines Weibes Knecht

(c) Keines Weibes Knecht

Fundstücke KW 24

In Osttirol musste die Erweiterung eines Friedhofs unterbrochen werden, weil Überreste einer frühmittelalterlichen Siedlung zu Tage kamen, melden derstandard.at und die Kleine Zeitung, letzere auch mit Bild.

In Dänemark haben „Hobbyarchäologen“ einen großen Goldschatz der Wikingerzeit gefunden, wie der Spiegel berichtet.

Äußerst spannende Funde auch in Pasing bei München: Dort wurden in einem Reihengräberfeld mehr als 140 Bestattungen entdeckt – darunter möglicherweise die des legendären Ortsgründers Paoso (und seines Pferdes), steht in der Süddeutschen Zeitung.

Das Keltendorf Mitterkirchen feiert 25jähriges Bestehen und hat einiges in Planung, wie auf meinbezirk.at zu lesen ist.

Das wunderbare Blog vrouwe maere informiert über die Lebensrollen der Frau im mittelalterlichen Tirol.

kurz!-Geschichte widmet sich der nicht immer konfliktfreien Beziehung Kaiser Friedrichs I. zu den Päpsten.

mittelalter.hypotheses.org hat einen Tagungsbericht zur Kreuzzugsgeschichte und „1000 Worte Forschung“ zur urchristlichen Gütergemeinschaft im Spätmittelalter.

Das Mittelalter – Der Blog widmet sich dem Thema Liebe und Lust im Mittelalter.

Um die Geschichte der Stadt Würzburg im Mittelalter geht es im Blog „der quatspreche“.

Die Wienischen Handwerksleute von 1350 haben in ihrem Blog eine umfangreiche Bildergalerie unterschiedlicher gelungener living history-Events zusammengestellt – Darstellern als Ansporn, Veranstaltern als Maßstab empfohlen.

Hier dieht man z.B. Mitglieder der „Reisecen“ beim Bebeilen von Balken:

Die Reisecen – Saisoneröffnung auf der Bachritterburg Kanzach.

Die Reisecen – Saisoneröffnung auf der Bachritterburg Kanzach.

Fundstücke KW 23

Bayerns älteste Blockhauswand steht in Schliersee und stammt von 1406, meldet die Süddeutsche.

Stonehenge hingegen stand einer neuen Theorie zufolge ursprünglich in Wales, und das wiederum steht im Spiegel.

Alexander Koch, der Direktor des Deutschen Historischen Museums in Berlin, verlässt eben selbiges – geht, wurde gegangen, will gegangen worden sein? So genau weiß das weder Der Tagessspiegel („… abgesetzt“) noch Die Welt („Hässlicher Abgang …“).

Der Art und Creative Director, Geschichtsdarsteller und Autor Jan Hochbruck hat einen kurzen, aber sehr wahren Text zur intellektuellen Unterforderung von Kindern (nicht nur, aber vor allem) im Museum geschrieben.

In Köln soll 2019 der erste unterirdische Rundgang zur Stadtgeschichte in Antike und Mittelalter eröffnet werden. Die Meldung dazu erschien ausgerechnet im österreichischen Standard.

Ulla Kypta hat das Europäische Hansemuseum in Lübeck besucht und schreibt darüber auf H-Soz-Kult. Ihre begeisterte Rezension ist etwas überraschend, denn bislang hatte das textlastige Konzept des Museums vor allem negative Kritik auf sich gezogen, siehe diesen Beitrag in der SHZ vom 31. Dezember 2015.

Anfang des 16. Jahrhunderts hielt der deutsche Landsknecht Paul Dolnstein seine Erlebnisse in einem Skizzenbuch fest. Ausgerechnet die Darstellung einer Belagerung diente ofenbar später einem anderen Autor zur Niederschrift eines Kochrezepts (?) zur Zubereitung einer (Friedens?-) Taube:

„Item gnommen j fl geglüett vnnd den dawben dy fittichen do mit vorsengit flewgt
eyne wegk wen man sye flitzenn lest
Item leyman clein gecloppffet Salcz wasser ader pruntz wasser honig dar vnder
gemülbe genommen bej den öll slahern vnnd haffer gersten adder wiß dis alleß
vnder eynander gemacht donnc mit dem salcz wasser vnnd daß in daß daw
ben hawß geschutt auch ist eberwurtz gut dar vnder gesnitten“

Gefunden auf medievalists.net (auf Englisch), die zugehörige Miszelle inkl. Transkription und moderner Interpretation des Rezepts (ebenfalls auf Englisch) findet sich auf academia.edu, und das hier ist die fragliche Zeichnung:

Die Belagerung von Älvsborg, in der rechten oberen Ecke das Taubenrezept.

Die Belagerung von Älvsborg, in der rechten oberen Ecke das Taubenrezept.

Leider ist der Text wirklich nicht gut zu lesen, aber mich würde dennoch interessieren, was Leser dieses Blogs davon halten. Persönlich habe ich die Vermutung, dass der Autorin hier ein recht erheiternder Irrtum unterlaufen ist … Demnächst (vielleicht) mehr dazu!

Fundstücke KW 22

Ein Interview mit der Archäologin Ursula Quatember auf nachrichten.at.

Ein Blogbeitrag über den Historikertag und sein Motto „Glaubensfragen“.

Was ist, was kann, was soll „Open History“? Ein Diskussionsbeitrag beim histocamp.

Was sind, was können, was sollen „Digital Humanities“? Definitionsfragen und Praxisbeispiele aus der Geschichtswissenschaft im Blog des DHIP.

Dass der Interimsleiter des AFM Oerlinghausen Roeland Paaredekooper nicht nur das Museum einen riesigen Schritt nach vorne gebracht hat, sondern auch bei Geschichtsdarstellern für Begeisterung sorgte, dankten diese ihm mit einem Flashmob, über den die NW berichtet.

Im Blog curiositas dreht sich der aktuelle Beitrag um Heinrich den Löwen.

Die „Draken Harald Hårfagre“, ein norwegischer Nachbau eines WIkingerschiffes, hat erfolgreich den Atlantik überquert und Neufundland erreicht, worüber derstandard.at berichtet.

Hans-Peter Pökel und Torsten Wollina schreiben im TraFo-Blog über Sinn und Unsinn eines „islamischen“ Mittelalters.

kurz!-Geschichte widmet sich dem Elefanten Abu Abaz.

Im französischen Montcornelles soll eine Stadt des 14. Jahrhunderts errichtet werden. Die Website ist leider nur auf Französisch verfügbar, die Visualisierung des Projekts ist immerhin schon ganz hübsch anzusehen (s.u.). Bleibt zu hoffen, dass man im Jura bei der Umsetzung mit mehr Sachverstand zu Werke gehen wird als am Bodensee …

Digitale Visualisierung des Projekts Montcornelles.

Digitale Visualisierung des Projekts Montcornelles.

Fundstücke KW 21

Ein Beitrag über archäologische Ausgrabungen bei Kleinmachnow in den Potsdamer Neuesten Nachrichten.

„Digital History“ ist eines der großen aktuellen Modeschlagwörter der Geschichtswissenschaft. Urs Hafner hält sie (in der NZZ) für einen Irrweg.

Der Untergang der großen Reiche der Bronzezeit stellt Archäologen und Historiker noch immer vor ein Rätsel, ebenso wie die Identität der sogenannten „Seevölker“, die zuweilen für diese Entwicklung verantwortlich gemacht werden. Könnte es sich dabei um die „Luwier“ gehandelt haben? Urs Willmann stellt die Theorie in Die Zeit vor.

„Klimawandel“ ist ein weiteres Modethema der Geschichtsforschung und wird in jüngster Zeit gerne für alles Mögliche verantwortlich gemacht. So nun auch für den Abzug der Mongolen aus Ungarn im 13. Jahrhundert, wie eine neue Studie behauptet, die Der Standard vorstellt.

Auf kurz!-Geschichte schreibt der Historiker Max Emmanuel Frick über „Die Wundervölker des Ostens“, auf seinem eigenen Blog über „Die Jungfrau und das Einhorn auf dem Erfurter Einhornaltar“.

In Brandenburg hat ein ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger in einem Spargelfeld einen Münzschatz aus dem Mittelalter gefunden, wie Der Focus berichtet.

Das Bild der Woche machte in den sozialen Medien die Runde und zeigt, dass moderne Technik frühmittelalterlicher Waffentechnik mitunter nicht gewachsen ist …

10 Jahre HistoFakt!

„HistoFakt wurde 2006 gegründet, um Unternehmen, Institutionen, Vereinen und Privatpersonen als kompetenter Partner in allen Fragen der Erforschung, Vermittlung und Darstellung von Geschichte zur Seite zu stehen.“

So steht es auf unserer Website zu lesen. Seit der Gründung sind inzwischen 10 Jahre vergangen. Die Aussage stimmt natürlich immer noch, doch unser Angebot hat sich in dieser Zeit erheblich verändert.
Redaktionelle Betreuung und Gestaltung von Buchveröffentlichungen, die in den Anfangsjahren noch einen nicht unerheblichen Teil der Aufträge ausmachten, spielen heute nur noch eine vergleichsweise untergeordnete Rolle – vermutlich auch, weil immer mehr Verlage inzwischen aus Kostengründen auf professoinelles Lektorat verzichten und insbesondere im geisteswissenschaftlichen Sektor immer häufiger den Autoren selbst die Gestaltung von Satz und Layout auferlegt wird.

Erheblich gestiegen ist dagegen die Nachfrage nach Transkription und/oder Übersetzung mittelalterlicher Urkunden. Manchmal ist ein bevorstehendes Ortsjubiläum der Anlass, zuweilen wird aber auch nach konkreten Informationen geforscht, etwa um den einstigen Standort abgegangener Gebäude zu lokalisieren. Insbesondere für Textquellen aus dem mittelniederdeutschen Sprachraum konnte sich HistoFakt in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erwerben.

Jan H. Sachers M.A. mit Moderatorin Heike Greis am Set der SWR-Sendung "EpochenKochen: Wie die Ritter tafelten" (EA 25.12.2014). Foto: (c) Markus Siewert/maz&more.

Jan H. Sachers M.A. mit Moderatorin Heike Greis am Set der SWR-Sendung "EpochenKochen: Wie die Ritter tafelten" (EA 25.12.2014). Foto: (c) Markus Siewert/maz&more.

Kleinere und größere Rechercheaufträge machen nach wie vor einen nicht zu vernachlässigenden Teil des Alltagsgeschäfts aus. Die Auftraggeber reichen dabei von Privatpersonen über Fachkollegen und Ausstellungsmacher bis hin zu verschiedenen analogen und digitalen Medien.
Auch für das Fernsehen war HistoFakt in der Vergangenheit tätig. Erwähnenswert ist z.B. die SWR-Sendung „EpochenKochen“, für die Gründer und Inhaber Jan H. Sachers M.A. auch selbst als Experte vor der Kamera stand.

Seine Beiträge erscheinen außerdem seit Firmengründung in verschiedenen Fachpubilkationen wie „Karfunkel“ oder „Traditionell Bogenschießen“. Im G&S-Verlag wurden bislang drei Bücher unter Beteiligung von Jan H. Sachers veröffentlicht.

Publikumsaktivitäten

Die nachhaltigste Veränderung der Angebotspalette stellt jedoch ohne Frage die in den letzten 3 Jahren erfolgte stärkere Hinwendung zu Publikumsaktivitäten dar. Auf eine wachsende Nachfrage nach erlebbarer Geschichte und anderen Erlebnisangeboten reagierte HistoFakt 2014 erstmals mit der Durchführung von Einführungskursen in das traditionelle Bogenschießen im Histotainment Park Adventon bei Osterburken. Im Folgejahr wurde das Angebot erfolgreich um den Grundkurs Pfeilbau erweitert, und dank der Zusammenarbeit mit anderen Experten können inzwischen auch Kurse im historischen Fechten, mittelalterlichen Ringen und verschiedenen Handwerkstechniken angeboten werden.
Das Gleiche gilt für Mitmach-Aktionen für Erwachsene und Kinder wie Bogenschießen, Kerzengießen oder Feuerschlagen sowie für Vorführungen z.B. im historischen Fechten mit dem Langen Schwert.

Der Kurs "Einführung in das intuitive Bogenschießen" ist seit 2014 im Programm von HistoFakt.

Der Kurs "Einführung in das intuitive Bogenschießen" ist seit 2014 im Programm von HistoFakt.

Da von KursteilnehmerInnen immer wieder nach kompetenten, zuverlässigen Bezugsquellen für Material zum Pfeilbau, Zubehör zum Bogenschießen sowie Literatur zu Pfeil und Bogen, historischen Kampfkünsten und mittelalterlicher Geschichte gefragt wurde, bietet HistoFakt seit Anfang des Jahres selbst ein ausgewähltes Sortiment an, das in Zukunft kontinuierlich erweitert werden soll. Ein Webshop ist derzeit noch in Vorbereitung, ein Bestellformular kann unter http://shop.HistoFakt.de heruntergeladen werden.

In Zusammenarbeit mit erfahrenen Handwerkern übernimmt HistoFakt die Anfertigung von Rekonstruktionen historischer Objekte in Museumsqualität, von der Recherche bis zur Anwendung inkl. Dokumentation – vom Schmiedenagel bis zum kompletten Fachwerkhaus. Einzelne Stücke sollen künftig ebenfalls in das Verkaufssortiment aufgenommen werden.

Seit einiger Zeit ist auch eine verstärkte Nachfrage nach klassischen Vorträgen zu verzeichnen, vornehmlich zu Themen rund um die Geschichte von Pfeil und Bogen, aber auch zu historischem Handwerk oder Bauen im Mittelalter.

Blick in die Zukunft

Neben der Einrichtung eines Webshops ist für die nahe Zukunft in erster Linie der Ausbau des Kursprogramms geplant. Zudem soll die Zusammenarbeit mit Museen nd Sehenswürdigkeiten der Region intensiviert werden, z.B. in Form von Vorführungen und ähnlichen Programmpunkten, aber auch in der Konzeption und Umsetzung von Sonderausstellungen, Themenführungen u.ä. Neue Vortragsthemen befinden sich ebenfalls in Planung.

Selbstverständlich wird HistoFakt auch in den kommenden Jahren eine breite Palette an historischen Dienstleistungen anbieten und seinen Klienten und Auftraggebern als zuverlässiger und kompetener Partner in allen Fragen der Erforschung, Vermitlung und Darstellung von Geschichte zur Seite stehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Die nächsten Termine

 

Fundstücke KW 20

Anschaulich und in einfachen Worten erklärt der US-Historiker Robert Bateman auf 20min.ch die Geschichte der Schweizer Garde.

Was können geisteswissenschaftliche Dozenten von der US-Fantasy-Serie Game of Thrones lernen? Nein, keine Tricks und Kniffe historischer Kampfkünste, sondern Erzählstrategien, schreibt Stephan Porombka auf Zeit Campus.

Das Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt hat einen wertvollen Bildteppich von 1527 erworben.

Die fremdenfeindliche, rechtpopulistische und auch sonst nicht für intellektuelle Leistungen bekannte Schweizerische Volkspartei (SVP) hat 2015 den Schweizerischen Bundesrat aufgefordert, „Massnahmen zu ergreifen, damit es künftig weniger «Psychologen, Ethnologen, Soziologen, Historiker, Kultur- und Kunstwissenschafter und dergleichen» gebe. Die Absolventen dieser Studiengänge seien in der Wirtschaft nicht zu gebrauchen und müssten in staatlichen Institutionen durchgefüttert werden.“ (Zitiert nach http://archaeologik.blogspot.de/2016/05/geisteswissenschftler-sind-nicht-zu.html)
Dagegen geht die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) nun in die Initivative, um aufzuzeigen, wie und wo Geistes- und Kulturwissenschaftler sich überall „nützlich“ machen, berichtet die NZZ.

„Mit Hightech auf den Spuren der Kelten“ heißt die neue Ausstellung im Alamannenmuseum Ellwangen, die zeigt, wie modernste Technologie dabei hilft, Erkenntnisse über die Vergangenheit zu gewinnen.
Darüber berichten u.a. die Südwest-Presse und die Schwäbische Post.

Das Stadtarchiv Memmingen bietet auf seiner Website einige interessante Dossiers inklusive Verweisen zu den Originalquellen in digitaler Form, Downloads etc. Z.B. „Quellen zur Geschichte des „Hailtums“ in der mittelalterlichen Reichsstadt Memmingen“ anlässlich des 800. Jahrestags eines angeblichen „Hostienfrevels“.

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Acta Periodica Duellatorum“ ist online und steht zum Download bereit.

Fundstücke KW 19

Vor 2,5 Jahren übernahm der niederländische Archäologe Roeland Paardekooper die Leitung des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen. In dieser Zeit wurde die nationalen und internationale Bekanntheit der Einrichtung enorm gesteigert, die Zahl der jährlichen Besucher erhöht, Zahl UND Qualität der Veranstaltungen noch einmal gesteigert, und mit neuer Beschilderung, Audio-Guides und vielen weiteren Maßnahmen ist das altehrwürdige Freilichtmuseum nun auch im 21. Jahrhundert angekommen.
Nun übergibt Paardekooper im kommenden Monat den Staffelstab wieder an seinen Vorgänger und Nachfolger Karl Banghard, wie die NW meldet. Es bleibt zu hoffen, dass dieses wunderbare living history-Museum unter seinem selbstgefälligen alten und neuen Direktor dann nicht wieder in der Bedeutungslosigkeit, lippischen Behäbigkeit und Altbackenheit versinkt, aus der es erst 2013 von R. Paardekooper erweckt wurde …

Dazu passend auch die Meldung, dass die historischen Stationen auf dem Wanderweg vom AFM zum Tönsberg nun auch per App erschlossen werden können.

„Der Islam gehört zu den Fundamenten europäischer Kultur“ – diese Aussage dürfte bei manchen Zeitgenossen wohl Schnappatmung verursachen, sie aber ausgerechnet in einem katholischen Online-Portal zu lesen, hat auch mich überrascht.

In der Welt schreibt Florian Stark über Kaiser Karl IV., der vor 700 Jahren geboren wurde. Ihm ist auch eine große Ausstellung gewidmet, die bis zum 25. September in Prag, ab 20. Oktober im GNM Nürnberg zu sehen ist.

„Hatespeech“ gegen Historiker und Archäologen war zuletzt u.a. ein Thema der re:publica. Kristin Oswald fasst die Lage auf ihrem Blog zusammen.

Reisen und lebendige Geschichtsdarstellung zu verbinden ist das Konzept eines neuen Unternehmens, das auf einer Crowdfunding-Plattform um Investoren wirbt.

Mein neuester Beitrag zur Reihe „Mittelalter-Mythen“ widmet sich dem angeblichen Glauben an eine flache Erdgestalt im Mittelalter.

Und wer hätte gedacht, dass die alten Germanen im Jahr 2016 ein solches Comeback veranstalten würden?

Die Vandalen sind zurück! Quelle leider unbekannt.

Die Vandalen sind zurück! Quelle leider unbekannt.

Der Mythos vom Glauben an die flache Erde

Im Mittelalter glaubten die Menschen, die Erde sei flach, überwölbt von einer halbrunden Himmelskuppel. An ihrem Rand, wo sich Himmel und Erde berührten, verwandelten sich die umgebenden Ozeane in reißende Wasserfälle, weshalb es gefährlich war, zu weit auf das offene Meer hinaus zu segeln. Erst durch die Entdeckungsfahrten von Christoph Kolumbus und Ferdinand Magellan sei die Kugelgestalt der Erde bewiesen und die offizielle Lehrmeinung von Kirche und Gelehrten widerlegt worden. Weiterlesen

Fundstücke KW 18

Der LWL berichtet über den Abschluss der Grabungen auf dem Warburger Burgberg, die vielfältige Funde zutage förderte.

Über „Die runden Wappentafeln der Zünfte“ schreibt Jens Kremb auf heraldica. hypotheses.org.

Als „Teilchenbeschleuniger der Geschichte“ bezeichnet ein Artikel auf APA Science das Werkzeug der Netzwerkanalyse.

Wer war der Bamberger Reiter? fragt Florian Welle auf sueddeutsche.de.

Hiltibold veröffentlicht den zweiten Teil seines Intervies mit dem Archäologen Raimund Karl zum Streitthema Sondengänger.

Das Tiroler Blog vrouwe maere gibt Tips zur Recherche von mittelalterlichen Bildquellen im Internet.

Fokus Hndschrift, die informative Facebook-Seite zum mittelalterlichen Schrift- und Buchwesen, feierte diese Woche mehr als 5.000 Fans mit einem kurzen Video: „Die Spur der Hasen II“

(Teil I ist hier zu finden.)