Fundstücke KW 4

NIDO berichtet über ein Experiment: Kochen und essen wie im Mittelalter – mit Kindern!

Wie sah Worms um 1521 aus? Eine neue 3D-Ansicht vermittelt Einblicke von der Lutherstadt zur Lutherzeit, schreibt die Wormser Zeitung.

Die im Stuttgarter Rathaus herrschende Gleichgültigkeit gegenüber der reichen und mindestens zweitausendjährigen Geschichte der Stadt war bereits Thema der vergangenen Woche. Nun legt die Stuttgarter Zeitung in einem Kommentar nach.
Doch auch ins Denkmalamt scheint Bewegung gekommen, wie die Stuttgarter Nachrichten vermelden.

Wurde in Birka die älteste Kirche Skandinaviens endeckt? Der Standard meldet entsprechende Funde des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA).

Bei Bauarbeiten im niederösterreichischen Krems wurden dieser Presseaussendung zufolge Reste einer mittelalterlichen Hafenanlage entdeckt.

Die Badische Zeitung stellt einen Restaurator alter Bücher vor.

Gerade in Zeiten, in denen die europäische Idee von vielen Seite unter Beschuss geraten ist, kommt dem Aachener Karlspreis besondere Bedeutung zu. Schön, dass er in diesem Jahr einem Historiker – noch dazu einem Briten – verliehen wird: Timothy Garton Ash ist zwar kein Mediävist, dafür aber ein engagierter Wissenschaftler und Publizist, ein Streiter für Rede- und Meinungsfreiheit und ein Musterbeispiel dafür, wie Historiker die Bedeutung ihres Fachs in der öffentlichen Debatte zur Geltung bringen und verteidigen können.
Die Zeit würdigt den Preisträger.

Das Mittelalter – der Blog setzt seine Reihe über die erfolgreiche Verteidigung einer Stadt im Mittelalter mit Folge 2 fort.

Brücken aus Stein waren im Mittelalter noch keineswegs alltägliche Erscheinungen. Die Steinerne Brücke von Regensburg war im 12. Jahrhundert ein Staunen hervorrugendes Meisterwerk der Baukunst, dem Max Emanuel Frick einen Beitrag auf Curiositas widmet.

Anhand von Egon Friedells Opus „Kulturgeschichte der Neuzeit“ lädt der Krautjunker ein zu einem unterhaltsamen Ausflug ins Deutschland um das Jahr 1500.

Fingerhakeln oder nicht? Eine Darstellung aus dem Rutland-Psalter hat bei Fokus Handschrift eine Definitionsfrage zur Folge:

Fundstücke KW 3

Einwegbecher waren offenbar schon im 15. Jahrhundert beliebt, wie Ausgrabungen in Wittenberg zu belegen scheinen. Meldung des MDR. (Danke für den Hinweis, Doro!)

Lange gab es Streit, nun scheint festzustehen: Der Schatz von Bernstorf ist doch keine Fälschung, wie die Süddeutsche berichtet.

Versunkene Dörfer im Wald – auch die gibt es, wie archäologische Forschungen im österreichischen Waldviertel zeigen. Der Standard weiß Näheres.

Forscher der Universität Bern gehen davon aus, dass eine sogenannte „kleine Eiszeit“ Europa um 1430 heimgesucht hat, wie Horst Rademacher in der Zeit berichtet.

„Stuttgart sollte sich endlich besser um archäologische Funde kümmern“ –

den Namen der Stadt im Zitat aus dem Kommentar der Stuttgarter Nachrichten könnte man durch den fast jeder anderen in Deutschland ersetzen. Solange er sich nicht für spektakuläre Museumsausstellungen eignet, ist der Umgang mit der eigenen Geschichte und ihren Zeugnissen vielerorts beschämend.
Der Kommentar nimmt Bezug auf die bedeutenden Funde von Bad Cannstatt, die sehr wahrscheinlich sang- und klanglos im Depot verschwinden werden. Das neue „historische“ Stadtmuseum hat keinen Platz für die 2.000jährige Geschichte Stuttgarts, sondern nur für die letzten 200 Jahre – auch das leider ein vielerorts zu beobachtendes Phänomen (siehe Beitrag in den Stuttgarter Nachrichten).

Die Gemälde von Hieronymus Bosch zählen zum bizarrsten, das das Mittelalter hervorgebracht hat. Nun hat jemand die eigenwilligen Gestalten aus dem „Garten der Lüste“ in Sammelfiguren verwandelt.

Auf kurz!-Geschichte schreibt Christina Schröder über den Berliner Hostienschänder-Prozess von 1510.

Mit dem Bild des Mittelalters im englischen Folkrock befasst sich Werner Bies in einem langen, aber sehr lesenswerten Beitrag auf mittelalter.hypotheses.org (mit Möglichkeit zum Download als PDF).

Auf gewohnt humorvolle, aber wohlinformierte Weise informiert Nikolaus Hofbauer in seinem Blog „Neues aus der Gotik“ über ein nur selten erwähntes männliches Kleidungsdetail des Spätmittelalters: den Bruchengürtel.

Für die Doku „Schatzkammer Alpen“ ist der österreichische Spartensender Servus.TV einen ungewöhnlichen Weg gegangen: Mit Kaptorga hat er eine Agentur engagiert, die sich tatsächlich mit der lebendigen Darstellung von Geschichte auskennt!
Das Ergebnis lässt sich hier begutachten.

Fundstücke KW 2

Die Süddeutsche berichtet über das Projekt „Corpus“, mit dem historische Bauwerke digital rekonstruiert werden, um dreidimensional erfahrbar zu werden.

„Was sind schon Historiker, Germanisten? Mit denen kann man schwer „Innovationsstandort“-Lyrik verbreiten.“

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Jahrestage mittelalterlicher Geschichte 2017

Welche bedeutenden Geschehnisse ereigneten sich vor 500, 750 oder 1000 Jahren? Welche Jahrestage der mittelalterlichen Geschichte kommen 2017 auf uns zu? Auf welche Feiern, Gedenktage, Debatten müssen wir uns einstellen?
Der jährliche kurze, keineswegs vollständige und schamlos eurozentrische Überblick: Weiterlesen

Fundstücke KW 1

Frohes neues Jahr und herzlich willkommen zu den ersten Fundstücken 2017!

Im Alamannenmuseum Ellwangen kann man jetzt ein echtes Schwert ausprobieren, wie die Schwäbische meldet.

Im Archäologie-Blog von Der Standard beschäftigt sich Joris Coolen mit der Frage, wie Laien in die Archäologie einsteigen können. Weiterlesen

Fundstücke KW 50

Die Ausgrabungen am Domplatz in St. Pölten erweisen sich als überaus erfolgreich: Allein fast 3.000 Skelette konnten 2016 zutage gefördert werde. Der zeitliche Horizont der Funde reicht von römischer Zeit bis ins Hochmittelalter. Der Standard hat die Meldung, bei St. Pölten Konkret gibt’s ein wenig mehr Hintergrund und eine Bildergalerie.

Bei der Wahl zum Wissenschaftsblog des Jahres stehen auch einige Blogs mit archäologischen oder mittelalterlichen Themen zur Auswahl. Weiterlesen

Fundstücke KW 49

Die Zeit hat eine Karte von Deutschland zusammengestellt, auf der das Alter aller Städte über 100.000 Einwohner angegeben ist.

Nicht „mittelalterlich“, aber sehr interessant ist das Interview der Zeit mit dem Globalisierungshistoriker Harold James.

Der Legende nach versank 1362 die Stadt Rungholt in den Fluten der Nordsee. Das NordseeMuseum Husum widmet „Realität und Mythos“ Rungholts noch bis 29.1.2017 eine Sonderausstellung, über die der NDR berichtet. Weiterlesen

Fundstücke KW 48

Für die Süddeutsche bespricht Rudolf Neumaier diese Woche „Die Jesuiten“ des Hamburger Historikers Markus Friedrich. Eine Leseprobe der Darstellung steht hier zur Verfügung.

Im Blog des Reiseportals Expedia findet sich ein reich illustrierter Beitrag über das mittelalterliche Schwäbisch Hall.

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Fundstücke KW 47

Der Spiegel ist offenbar der Ansicht, die wesentliche Qualifikation für Archäologen bestünde darin, Objekte der unterschiedlichsten Zeitstellungen in gereinigtem, ausstellungstauglichem Zustand identifizieren zu können. Dieses Quiz könnte daher in Zukunft langwierige Bewerbungsgespräche ersetzen … Weiterlesen

Fundstücke KW 46

Die SZ erzählt die Geschichte der Wartburg mit Hilfe einer Bilderserie.

Nikolaus Hofbauer präsentiert in seinem Blog „Neues aus der Gotik“ Funde, Darstellungen und Rekonstruktionen mittelalterlicher Rasiermesser.

Fand in Tollense der erste Krieg auf europäischem Boden statt? Zumindest bringen die Ausgrabungen dort immer neue Belege für eine massive kriegerische Auseinandersetzung zutage. Die FAZ berichtet. Weiterlesen