Der „Brückenheilige“ Johannes von Nepomuk, ein böhmischer Märtyrer

Man begegnet ihm allenthalben, vor allem auf Brücken, aber auch auf Altären, an Hauswänden, an Wegen und gelegentlich sogar auf Gegenständen des Alltags. Meist trägt er die Kleidung des Kanonikers – Soutane und Birett -, den Palmzweig des Märtyrers und ein Kreuz in der Armbeuge. Sein Nimbus wird gelegentlich von fünf Sternen geziert. Doch wer ist dieser Schutzpatron der Brücken und Wege, der Bewahrer vor Hochwasser und dem Tod durch Ertrinken, zugleich Hüter des Beichtsiegels und einer der Landespatrone Böhmens?

Diener der Kirche

Johannes von Nepomuk kam um das Jahr 1350 in dem kleinen westböhmischen Ort Pomuk zur Welt, vermutlich als Sohn deutscher Einwanderer. Sein Vater war dort Stadtrichter, vielleicht auch Bürgermeister. Über seine Jugend gibt es kaum gesicherte Kenntnisse, doch 1370 steht Johannes in Prag am Anfang einer Karriere als Kleriker, die 1389 ihren Höhepunkt in der Ernennung zum Generalvikar des Prager Erzbischofs finden sollte. Es waren schwierige Zeiten: mit dem Tod Karls IV. ging 1378  das so genannte „Goldene Zeitalter“ Böhmens zu Ende, gleichzeitig begann mit der Doppelwahl der Päpste Urban VI. und Clemens VII. das Große oder Abendländische Schisma, das die lateinische Christenheit bis zum Konzil von Konstanz (1414-1418) in zwei Lager spaltete.
Karls Sohn und Nachfolger auf den Thronen Böhmens und des Reiches, der wankelmütige, streitsüchtige und cholerische Wenzel war es, der den Generalvikar in der Nacht vom 20. auf den 21. März auf die Prager Karlsbrücke schleppen und über das Geländer in die Moldau stürzen ließ. Johannes von Nepomuk starb nach Verhör und Folter, von Brandwunden entstellt und vom König selbst mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Wie war es dazu gekommen?
Der Monarch hatte seine Frau (Sophie von Bayern), mit der er – wie mit fast allen Menschen – in Unfrieden lebte, im Verdacht, gegen ihn zu konspirieren. Seiner Vermutung nach hatte sie ihren Beichtvater Johannes von Nepomuk in ihre Geheimnisse eingeweiht – vielleicht war dieser sogar selbst an der Verschwörung beteiligt. Also ließ er ihn gefangen nehmen, mit brennenden Fackeln foltern und verhören, und als sich der halbtote Geistliche noch immer weigerte, das Beichtsiegel zu brechen, in der Moldau ertränken.

Die älteste nachweisliche Darstellung Johannes von Nepomuks (1602) zeigt die Beichte der Königin. Dahinter das ursprüngliche Grabmal, im Blick durchs Fenster die Karlsbrücke. Quelle: Reinhold Baumstark, Johanna von Herzogenberg und Peter Volk, Johannes von Nepomuk 1393*1993, München 1993, S. 100.

Die älteste nachweisliche Darstellung Johannes von Nepomuks (1602) zeigt die Beichte der Königin. Dahinter das ursprüngliche Grabmal, im Blick durchs Fenster die Karlsbrücke. Quelle: Reinhold Baumstark, Johanna von Herzogenberg und Peter Volk, Johannes von Nepomuk 1393*1993, München 1993, S. 100.

So will es zumindest die Legende. Tatsächlich jedoch dürfte der Grund für den Zorn des Königs und damit den Tod des Generalvikars ein reines Politikum gewesen sein. Die Position der Kirche in Böhmen war auch im 14. Jh. noch relativ schwach. Ihre Anfänge als Missionskirche lagen noch nicht allzu lange zurück, erst seit 1344 residierte in Prag ein Erzbischof. Unter dem frommen Karl IV. hatte es eine fruchtbare Zusammenarbeit der geistlichen und der weltlichen Obrigkeit gegeben. Das änderte sich jedoch unter der Herrschaft seines Sohnes Wenzel: der machthungrige, aber schon von seinen Zeitgenossen als „faul“ bezeichnete König lag in ständiger Auseinandersetzung mit dem nicht minder machtbesessenen Johann von Jenzenstein, seinem ehemals engsten Freund und Hofkanzler, seit 1380 Erzbischof von Prag. In dem jahrelangen Zwist ging es vornehmlich um die Grenzen der weltlichen und kirchlichen Machtbereiche in Böhmen, um Gerichts-, Benefizial- und Besitzrechte. In diesem Zusammenhang wurde 1382 ein Günstling Wenzels durch Jenzenstein exkommuniziert – Vorsitzender des entsprechenden Verfahrens war Johannes von Nepomuk als höchster Beamter des Erzbischofs.
Eine weitere Niederlage musste der König im März 1393 einstecken, die das Fass wohl zum Überlaufen brachte. Wenzel hatte versucht, die Macht des Erzbischofs zu beschränken, indem er einen Teil dessen Diözesanbereichs in ein eigenständiges Bistum verwandeln wollte. Zu diesem Zweck suchte er sich des Klosters Kladrau zu bemächtigen, dessen Abt gerade verstorben war, doch Jenzenstein kam ihm zuvor: er ließ einen neuen Abt wählen, kaum dass der alte beerdigt war, und sein Generalvikar Johannes von Nepomuk bestätigte diesen am 10. März nach einer denkbar kurzen Frist, ohne den König über die Vorgänge zu informieren.

Der Kupferstich von Andreas Pfeffel diente als Vorlage für den Rietberger Bildstock. [Quelle: Bohuslav Balbin, Vita sancti Joannis Nepomuceni Sigilli Sacramentalis Protomartyris..., Augsburg 1730.]

Der Kupferstich von Andreas Pfeffel diente als Vorlage für den Rietberger Bildstock.
[Quelle: Bohuslav Balbin, Vita sancti Joannis Nepomuceni Sigilli Sacramentalis Protomartyris…, Augsburg 1730.]

Wahrscheinlich musste Johannes von Nepomuk sterben, weil Wenzel des Erzbischofs selbst nicht habhaft werden konnte. Johannes von Jenzenstein floh, sobald er von den Ereignissen erfuhr, und kehrte bis zu seinem Tod am 17. Juni 1400 nicht mehr in sein Erzbistum zurück.
Wenzel wurde am 20. August 1400 durch Beschluss von vier der sieben Kurfürsten als Deutscher König abgesetzt. In der Absetzungsurkunde heißt es u. a.:

„Er hat auch, was erschrecklich und unmenschlich lautet, mit seiner eignen Hand und auch mittels andrer Übeltäter, die er bei ihm hat, ehrwürdige und „biderbe“ Prälaten, Pfaffen und geistliche Leute und auch viele andere ehrbare Leute ermordet, ertränkt, verbrannt mit Fackeln und sie jämmerlich und unmenschlich wider Recht getötet, was einem Römischen König unziemlich stehet und lautet.“

(zitiert nach: Rainer A. Müller (Hg.), Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung, Bd. 2: Spätmittelalter 1250-1495, Stuttgart 2000.)

Vom Beamten zum Heiligen

Bereits unmittelbar nach seinem Tod wurde Johannes von Nepomuk als Märtyrer angesehen. In einem Schreiben an die Kurie in Rom, in dem er die Ereignisse vom März 1393 schilderte, bezeichnet ihn Jenzenstein als „iam martir sanctus“, auf die Hintergründe seiner Ermordung geht er allerdings nicht näher ein. In Quellen des 14. und 15. Jh. ist von „hell glänzenden Wunderzeichen“ die Rede, die sich beim Tod des Generalvikars in der Moldau gezeigt haben sollen. Späteren Angaben zufolge soll es sich dabei um fünf Sterne gehandelt haben, die sich nun in seinem Heiligenschein wieder finden und als Repräsentation der Buchstaben seines angeblichen Mottos „tacui“ (lat. „ich habe geschwiegen“) gedeutet wurden. Außer seinem wird nur der Nimbus Marias gelegentlich von (allerdings zwölf) Sternen gekrönt.
Zentrum der Johannes-Verehrung war zunächst sein Grab im Veitsdom, das anfangs aus einer einfachen Grabplatte im Boden bestand, die von einem Gitter umgeben war. Auf der ältesten erhaltenen bildlichen Darstellung des Märtyrers ist es im Hintergrund zu erkennen. Als Hussiten im 15. Jh. den Kirchenraum verwüsteten, hielten sie noch respektvollen Abstand zu seiner Ruhestätte. Die calvinistischen Bilderstürmer, die 1619 auch dieses Heiligengrab zerstören wollten, verbrannten sich daran die Füße, wurden mit Krankheit geschlagen und so an ihrem Tun gehindert.
In einer Quelle von 1449, Thomas Ebendorfers „Chronica Regum Romanorum“, wird Johannes von Nepomuk zum ersten Mal als Beichtvater der Königin bezeichnet (das Amt hat er nie bekleidet) und sein Tod mit der Wahrung des Beichtgeheimnisses in Verbindung gebracht. Die Kirche bediente sich dieser Deutung, um eine Art „Gegenmodell“ zum auf dem Konzil von Konstanz hingerichteten Jan Hus zu schaffen, der von seinen Anhängern als Märtyrer verehrt wurde, denn auch Johannes war für seinen Glauben gestorben, und zwar nicht im Feuer wie ein Ketzer, sondern im Wasser wie ein Heiliger.
Als Heiliger wird er spätestens um 1600 bezeichnet. In seinem Werk „Bohemia Pia“ erhebt ihn der Prager Domprobst Georg Berthold Pontanus von Breitenberg 1608 als „Beichtiger Johannes“, „Almosengeber und Märtyrer“ zum siebten Landespatron Böhmens neben die Heiligen Wenzel, Ludmilla, Adalbert, Prokop, Veit und Sigismund.

Die Johannes-Statue auf der Prager Karlsbrücke (1683). Foto: Jan H. Sachers, (c) HistoFakt

Die Johannes-Statue auf der Prager Karlsbrücke (1683). Foto: Jan H. Sachers, (c) HistoFakt

Seine fast vollständig erfundene bzw. nach der Idealvorstellung einer Heiligenvita erschaffene Lebensgeschichte, wie sie 1680 in den „Acta Sanctorum“ erschien, bildete die Grundlage für die nach der Seligsprechung 1721 schließlich 1729 erfolgte Kanonisation. Fast dreihundertfünfzig Jahre lang war Johannes von Nepomuk bereits als Heiliger verehrt worden, ehe er tatsächlich zur Ehre der Altäre erhoben wurde! In dieser Zeit hatte sich seine Verehrung nicht nur in nahezu alle katholischen Länder verbreitet, seine Deutung und Bedeutung war auch etlichen Wandlungen unterworfen. Waren es zunächst die Angehörigen des Prager Domkapitels gewesen, die ihn als einen der ihren verehrten, der für seinen Glauben den Märtyrertod gestorben war, folgten ihnen bald die „einfachen“ Bewohner der Stadt, die ihn als Beschützer vor Hochwasser und dem Tod durch Ertrinken um Hilfe anflehten. Diese Funktion blieb neben dem Patronat des Beichtsiegels vorherrschend, wie sich an den unzähligen Statuen Johannes von Nepomuks auf Brücken oder an Flüssen ablesen lässt. Ihre Form übernahmen diese meist mehr oder weniger von der 1683 – zum vermeintlichen 300. Todestag des Märtyrers – auf der Karlsbrücke in Prag errichteten Darstellung mit Soutane und Birett, Märtyrerpalme und Kruzifix, die von Gottfried Matthias Freiherr von Wunschwitz zum Dank für seine wundersame Errettung aus Todesnot gestiftet worden war.

Ihren Höhepunkt und ihre ausgedehnteste Verbreitung erreichte die Verehrung Johannes von Nepomuks im 18. Jh., was dazu führte, dass er von der Forschung gelegentlich als „der Barockheilige schlechthin“ bezeichnet wurde. Die ihm nun zugeschriebenen Tugenden Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe („Fides, spes et caritas – in Joanne unitas“), seine Opposition zu einem als „Feind der Kirche“ angesehenen Herrscher und sein Erleiden des Märtyrertodes machten ihn zu einem geradezu idealen Repräsentanten der Gegenreformation, der katholischen Erneuerung und Rückeroberung. Die Jesuiten, die an vielen Herrscherhöfen Europas als Beichtväter tätig waren, ernannten Johannes von Nepomuk 1732 zum Schutzpatron ihres Ordens gegen Verleumdung und üble Nachrede. Von dieser Funktion zeugen zahlreiche erhaltene Amulette, so genannte „Zungenvotive“, die im 18. Jh. in allen Schichten gebräuchlich gewesen sind. Als man 1719 sein Grab geöffnet hatte, war seine Zunge nämlich unversehrt aufgefunden worden, was als eines der Wunder galt, die für seine Heiligsprechung erforderlich waren (spätere Untersuchungen ergaben, dass es sich in Wahrheit um ein Stück Hirnmasse handelte).
Als Patron verehrten ihn vielerorts auch Schiffer, Flößer und andere Handwerker auf dem oder am Wasser. Im fernen Westfalen ernannten ihn Graf und Gräfin von Rietberg 1723 zum Landespatron ihrer Grafschaft und ließen ihm zu Ehren eine Statue, eine Kapelle, ein Gymnasium und – weltweit einmalig – einen Prozessionsweg mit der Darstellung seines Leidensweges auf sieben Sandsteinreliefs errichten. Weitere künstlerische Zeugnisse für die Bedeutung, die Johannes von Nepomuk in dieser Zeit besaß, sind z.B. die Kirche St. Johann Nepomuk in München („Asamkirche“, errichtet ab 1734), das Deckenfresko der Nepomukkapelle in der Prager Georgsbasilika oder der Kenotaph Franz Ignaz Platzers vor dem Veitsdom (1763). Das bis heute bestehende Grabmal des Heiligen im Prager Veitsdom wurde 1733-36 aus 3,7 Tonnen reinen Silbers errichtet.

Der 6. Bildstock des Johannes-Prozessionsweges in Rietberg zeigt die Folter des Heiligen. Foto: Jan H. Sachers, (c) HistoFakt

Der 6. Bildstock des Johannes-Prozessionsweges in Rietberg zeigt die Folter des Heiligen. Foto: Jan H. Sachers, (c) HistoFakt

Heiliger im Spannungsfeld von Glaube und Politik

Für die Forschung ist Johannes von Nepomuk in vielerlei Hinsicht interessant. Seine Verehrung entwickelte sich gewissermaßen „von unten“ und erhielt erst sehr spät die offizielle kirchliche Legitimation in Form seiner Heiligsprechung. So zeigt sich einerseits, wie aus eher dürftigen Fakten und Kenntnissen eine geradezu idealtypische Heiligenvita geschaffen wurde, in der ein „Karrierebeamter“ der böhmischen Kirche zum Märtyrer des Beichtsiegels, vorbildlichen Priester, Almosengeber und Sinnbild christlicher Tugenden avancierte. Ein mittelalterlicher Heiliger hatte nun einmal gewisse Normen zu erfüllen, weswegen sich die meisten angeblichen Lebensgeschichten und Wundertaten insbesondere von Märtyrern auffallend ähneln.

Andererseits wird deutlich, wie die Kirche gezielt einzelne Heilige für ganz bestimmte religionspolitische Zwecke instrumentalisierte. Im Falle Johannes von Nepomuks waren dies vor allem gegenreformatorische Anliegen: die Beichte, welche die Protestanten ablehnten, wurde als distinktives Merkmal des alten, „wahren“ Glaubens und unabdingbare Voraussetzung der Absolution propagiert. Der Predigt, in der Johannes brilliert haben soll, wurde nach dem Konzil von Trient größerer Stellenwert beigemessen. Nach den kämpferischen Märtyrern der Mission wie Ignatius von Loyola oder Franz Xaver sah die Kirche einen Bedarf an Heiligen, welche die inneren Werte des Katholizismus repräsentierten und förderten. Da kam der standhafte, tugendsame, fromme, mildtätige und treue Kirchendiener aus Prag gerade recht. In dieser Funktion steht Johannes in einer Reihe mit Karl Borromäus und anderen kanonisierten Priestern oder Ordensangehörigen.
Schließlich ist darauf hinzuweisen, wie „das Volk“ sich des noch nicht kanonisierten Märtyrers bemächtigte und ihn – zunächst ohne kirchliche Legitimation – zum Beschützer vor Gefahren auserkor, die ihm sicherlich näher waren als Fragen der Auseinandersetzungen mit verschiedenen reformatorischen Strömungen von Hus bis Calvin. Als Patron der Brücken hat Johannes von Nepomuk in Form unzähliger Statuen sicherlich seine größte Wirkung entfaltet und bis heute überdauert.

Literatur:
Reinhold Baumstark, Johanna von Herzogenberg und Peter Volk (Hgg.), Johannes von Nepomuk 1393*1993, München 1993 [Ausstellungskatalog mit interessanten Aufsätzen].
Peter Burke, How to be a Counter-Reformation Saint, in: Kaspar von Greyerz (Hg.), Religion and Society in Early Modern Europe 1500-1800, London 1984, S. 45-55.
Franz Flaskamp, Die Johannes-Nepomuk-Bildstöcke am Johannesweg und ihre Inschriften, in: Alwin Hanschmidt (Hg.), 700 Jahre Stadt Rietberg: 1289-1989. Beiträge zu ihrer Geschichte, Rietberg 1989, S. 233-238.
Karl Bernd Heppe (Hg.), Johannes von Nepomuk. Variationen über ein Thema, Paderborn 1973.
Hsia Ronnie Po-Chia, Gegenreformation. Die Welt der katholischen Erneuerung 1540-1770, Frankfurt/Main 1998 [Recht gute, verständliche Einführung].
Franz Matsche, Das Grabmal des hl. Johannes von Nepomuk im Prager Veitsdom, in: Wallraf-Richartz-Jahrbuch 38 (1976), S. 92-122.
Ferdinand Seibt (Hg.), Bohemia Sacra. Das Christentum in Böhmen 973-1973, Düsseldorf 1974.
Joseph Weißkopf, St. Johann von Nepomuk, Wien 1931 [viele Fehler, aber gute Zusammenfassung von Leben und Wirkung].

Der Beitrag basiert auf meiner (unveröffentlichten) Magisterarbeit „Die Verehrung des heiligen Johannes in Böhmen und Westfalen. Mit einer Fallstudie zur Grafschaft Rietberg“ (Bielefeld 2004).
Zuerst erschienen unter dem Titel „Johannes von Nepomuk – Ein böhmischer Märtyrer“ in: Karfunkel 64 (Juni 2006), S. 39-41 (Download: pdf-Dokument in reduzierter Qualität, ca. 3 MB).

 

5 Gedanken zu „Der „Brückenheilige“ Johannes von Nepomuk, ein böhmischer Märtyrer

  1. Mein erster Kommentar bei histofakt und schon muss ich klugsch* 🙂

    Konkret geht es mir um den Satz, dass das abendländische Schisma die Christenheit bis zum Konzil von Konstanz in zwei Lager gespalten habe. Der Satz ist in dieser Form missverständlich. Die Christenheit war bereits vor dem abendländischen Schisma gespalten, u.a. nämlich durch das sogn. „morgenländische Schisma“ (1054), auch „Großes Schisma“ genannt, in dem es zum Zerwürfnis zwischen der lateinisch-römischen Kirche im Westen und der griechisch-römischen Kirche im Osten kam. Diese Spaltung hält bis heute an, auch wenn sich Katholiken und Orthodoxe mehr und mehr annähern.

    Mein Vorschlag ist daher, den Begriff „Christenheit“ zu ersetzen, z.B. durch „lateinische Christenheit“, oder „römische Kirche“. Wobei Byzantinisten wahrscheinlich mit letzterem Begriff wieder ihre Probleme hätten…

    Ansonsten aber: Kompliment zum dem gelungenen Text.

    • Danke für das Kompliment – und den völlig korrekten und berechtigten Einwand!
      Die betreffende Stelle habe ich verbessert.Schön, solch aufmerksame und kenntnisreiche LeserInnen zu haben 🙂

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