Kursangebote 2020

Auch im Jahr 2020 bietet HistoFakt. Historische Dienstleistungen wieder spannende Kursangebote an verschiedenen Standorten.
Für Gruppen ab 4 Personen lassen sich alle Kurse auch zu individuellen Terminen an frei wählbaren, geeigneten Orten durchführen. Sprechen Sie uns an!

NEU! Sie können die Teilnahme an unseren Kursen jetzt ganz bequem online über shop.HistoFakt.de buchen und per Überweisung oder Paypal bezahlen. Einfach auf den Link des gewünschten Termins klicken!

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Kursangebote 2019

Auch im Jahr 2019 bietet HistoFakt. Historische Dienstleistungen wieder spannende Kursangebote an verschiedenen Standorten.
Für Gruppen ab 4 Personen lassen sich alle Kurse auch zu individuellen Terminen an frei wählbaren, geeigneten Orten durchführen. Sprechen Sie uns an!

Terminbroschüre und Anmeldeformular zum Download (pdf): Kurstermine 2019_web

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Vortrag: „Wiltu guot fewr pfeil machen“

Herstellung, Einsatz und Wirkung von Brandpfeilen in der Geschichte

„Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich zürnt. Wenn man nicht umkehrt, so wetzt er sein Schwert, hält seinen Bogen gespannt und zielt und richtet auf jenen tödliche Geschosse; seine Pfeile steckt er in Brand!“ (Psalm 7, 12-14)

Brandpfeil in der sog. "Löffelholz-Handschrift", 1505. (Krakau, Biblioteka Jagiellońska Ms. Berol. Germ. Qu. 132.)

Brandpfeil in der sog. „Löffelholz-Handschrift“, 1505. (Krakau, Biblioteka Jagiellońska Ms. Berol. Germ. Qu. 132.)

Brennende Geschosse waren seit der Antike bei verschiedenen Kulturen im Einsatz. Schon lange vor der Erfindung des Schießpulvers konnten sie verheerende Schäden anrichten, ganze Häuser, Dörfer und Städte in Flammen aufgehen lassen. Brandpfeile und -bolzen, mit Bogen oder Armbrust verschossen, waren daher über Jahrhunderte zu Recht gefürchtete Waffen.

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Jim Hamm: „Holzbogen bauen! Was ich vorher gerne gewusst hätte …“

Ich bin kein Bogenbauer. Der Besuch von zwei Einführungskursen und einige mehr oder weniger gescheiterte Versuche haben mich davon überzeugt, diese Arbeit lieber Profis zu überlassen und mich auf das Bauen und Schießen von Pfeilen zu beschränken. Hätte ich mich anders entschieden, wenn es das vorliegende Büchlein schon früher gegeben hätte? Wahrscheinlich nicht, aber vielleicht wären einige der erwähnten Experimente nicht ganz so schief gegangen …

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Johann Baier: „Scots Wha Hae“

Johann Baier:

Johann Baier: „Scots Wha Hae“, Ludwigshafen: Verlag Angelika Hörnig 2018.

Zeitgenössische Chroniken mittelalterlicher Ereignisse sind oftmals zäh und schwierig zu lesen. „Historische Romane“ wiederum nehmen es mit der Geschichte meistens nicht allzu genau.
Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich seit vielen Jahren der österreichische Autor, Jurist und Bogenschütze Johann Baier: Er will spannend und unterhaltsam erzählen, wie es (wahrscheinlich) gewesen ist. Waren seine drei bisherigen Publikationen („Krähen über Crécy„, „Der Schwarze Prinz und die Schlacht bei Poitiers„, „Die Schlacht bei Agincourt„, alle im Verlag Angelika Hörnig) den drei großen Schlachten des Hundertjährigen Krieges gewidmet, nimmt er sich in seinem neuesten Werk der sogenannten Schottischen Unabhängigkeitskriege an, in denen viele der später so erfolgreichen englischen Strategien und Taktiken entwickelt wurden.

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Holger Riesch: Pfeil und Bogen in der römischen Kaiserzeit

Holger Riesch: Pfeil und Bogen in der römischen Kaiserzeit, Ludwigshafen: Verlag Angelika Hörnig 2017.

Holger Riesch: Pfeil und Bogen in der römischen Kaiserzeit, Ludwigshafen: Verlag Angelika Hörnig 2017.

Pfeil und Bogen spielen in der Erforschung und Darstellung des römischen Militärwesens traditionell eine sehr untergeordnete Rolle – verständlicherweise, denn das Thema ist überaus komplex, verwirrend und widersprüchlich, es erinnert geradezu an ein Puzzle, bei dem die Teile nicht nur zusammengefügt, sondern zunächst einmal gefunden, gereinigt, sortiert und auf ihre Verwendbarkeit geprüft werden müssen. Dieser Aufgabe hat sich Holger Riesch nun dankenswerterweise angenommen und einen umfassenden Überblick zur Forschung der vergangenen 20-25 Jahre zusammengestellt.

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Byron Ferguson: Become the Arrow

„Die Kunst des klassischen Bogenschießens“

Das Wichtigste – oder die Warnung – vorweg: Dies ist kein Lehrbuch des traditionellen, intuitiven, instinktiven, klassischen oder wie-auch-immer genannten Bogenschießens! Anfänger werden an dem Werk wahrscheinlich wenig Freude haben, erfahrene Bogenschützen hingegen erhalten viele nützliche Tipps und Anregungen, die dazu motivieren, den eigenen Schießstil und das regelmäßige Training einmal gründlich zu analysieren und zu überdenken.

Byron Ferguson: Become the Arrow. Meyer & Meyer 2017.

Byron Ferguson: Become the Arrow. Meyer & Meyer 2017.

Byron Ferguson ist einer der besten und (zumindest in den USA) bekanntesten traditionellen Bogenschützen der Gegenwart. In seiner Heimat tritt er regelmäßig in verschiedenen Fernsehsendungen wie „Stan Lee’s Superhumans“ auf. Seine wirklich beeindruckenden Fähigkeiten führt er außerdem auf diversen Messen sowie Benefiz- und anderen Veranstaltungen vor, gelegentlich auch in Europa. Auf bekannten Videoportalen im Internet finden sich zahlreiche Clips die ihn beim Zerteilen einer Spielkarte oder beim Treffen einer Aspirintablette zeigen. Weiterlesen

Fundstücke KW 46

Hiltibold hat sich diese Woche mit frühmittelalterlichen Pfeilköchern auseinandergesetzt.

Daniel Ossenkop schreibt über Aufstieg und Untergang des Templerordens.

Auf krautreporter.de erschien ein Text von Charlotte Jahnz über Ursachen von Flucht und Verfolgung im 16. Jahrhundert – oder eine Antwort auf die Frage: Warum eigentlich trägt der deutsche Innenminister einen französischen Nachnamen?

Für nur € 299.000,- steht im Landkreis Freyung-Grafenau bei Passau ein ganzes Keltendorf zum Verkauf, wie die Passauer Neue Presse vermeldet.
Es handelt sich um das Keltendorf Gabreta – und wohlgemerkt wird nur ein neuer Besitzer, nicht aber Betreiber gesucht. Geld dürfte mit der Investition also kaum zu verdienen sein …

Offenbar kann man Geschichte heute nur noch vermitteln, indem man Parallelen zur Gegenwart zieht und alles in Worte packt, die der heutigen Jugend vertraut sind. So wird in diesem Beitrag auf „Welt Icon“ aus dem Buchhalter Matthäus Schwarz („der Urahn der Kardashians“) der „erste Modeblogger der Welt“, aus den gemalten Porträts „selfies“ etc.
Das „Klaiderbüchlein“ des Fugger-Buchhalters gibt es als Scan auf wikicommons.

Trachtenbuch des Augsburgers Matthäus Schwarz (1497–1574), Landesbibliothek Hannover (Kopie, 18. Jh.)

Trachtenbuch des Augsburgers Matthäus Schwarz (1497–1574), Landesbibliothek Hannover (Kopie, 18. Jh.)

In der kommenden Woche müssen die Fundstücke leider entfallen!

 

Fundstücke KW 43

Am 25. Oktober jährte sich zum 600. Mal die Schlacht von Azincourt. Dazu erschien ein Artikel in der Welt – und jede Menge Beiträge online:
Die Royal Armouries haben eine Art virtuelle Ausstellung kreiert (engl.). Außerdem wurde ein riesiges Diorama mit Zinnfiguren geschaffen und am Freitag installiert.
Es gibt eine offizielle Seite zum Jubiläum der Schlacht sowie zahlreiche Veranstaltungen (engl.).
Medieval Histories empfiehlt die wichtigste Literatur zum Thema (engl.).
Die BBC hat allerdings auch eine Liste von 9 Schlachten, die historisch bedeutender waren als jene am 25. Oktober 1415 (engl.).
Auf medievalists.net räumt die britische Historikerin Anne Curry mit einigen Mythen zur Schlacht auf (engl.). Ihren Ablauf präsentiert Matthew Bennett in einem Vortrag (engl.).

Der Langbogen spielte in Agincourt eine entscheidende Rolle, und daher ist es nicht verwunderlich, dass vergangene Woche auch zu diesem Thema eine Menge Beiträge erschienen. „Warum war der Langbogen so effektiv?„, fragt etwa Danièle Cybulskie auf medievalists.net und schiebt gleich noch „5 Fun Facts“ über mittelalterliche Bogenschützen hinterher (engl.).
Die Rolle der Langbogenschützen des Hundertjährigen Krieges bei der „Infanterie-Revolution“ beleuchtet John J. Mortimer (engl.).

Sonst noch etwas? Ja, im Mittelalter vergifteten sich reiche Dänen mit Bleigeschirr, wie derstandard.at schreibt.

Das Schlachtschiff Heinrichs VIII., die „Holigost“, soll mit modernsten technischen Methoden untersucht werden, berichtet Angelika Franz im Spiegel.

Kriegsschwert, Passau 1350-1400. (c) Royal Armouries, Leeds/UK.

Bild der Woche: Kriegsschwert, Passau 1350-1400. (c) Royal Armouries, Leeds/UK.